Eine Frau mit Atemschutzmaske betet während einer Messe
Eine Frau mit Atemschutzmaske betet während einer Messe

09.02.2020

Kirche in Singapur als "Virusbrennpunkt" geschlossen "Nicht Schuld einer bestimmten Gruppe"

​Eine Kirche in Singapur gilt als möglicher Brennpunkt der Verbreitung des Coronavirus. Ein Ehepaar aus Wuhan habe das Virus in die Gemeinde getragen. Mit einem Appell gegen Ausländerfeindlichkeit reagiert der evangelischer Pastor darauf.

Fünf mit dem Virus infizierte Menschen in Singapur, darunter zwei Ausländer, waren von der Gesundheitsbehörde mit der Kirche "The Life Church and Missions Singapore" in Verbindung gebracht worden. Die Kirche sei geschlossen worden, und die Gemeindemitglieder hätten den Sonntagsgottesdienst per Livestream verfolgen können, berichtete das in Singapur erscheinende Nachrichtenportal "Straits Times" (Sonntag).

Es sei verständlich, dass die Identifizierung der Kirche als möglicher Virusbrennpunkt die Menschen beunruhige, zitierte das Portal aus der Predigt von Pastor Vincent Choo. Darin habe Choo aber auch betont, der Virusausbruch sei nicht die Schuld einer bestimmten Gruppe von Menschen.

Bis auf weiteres keine Mundkommunion

Bereits am 24. Januar hatte die katholische Kirche Singapurs kranke Menschen von der Pflicht zum Besuch der Sonntagsmesse befreit. Die Heilige Kommunion dürfte bis auf Weiteres nur in die Hand gegeben werden, nicht als Mundkommunion, hieß es in der Erklärung der Erzdiözese. Priester mit grippeähnlichen Symptomen wurden angewiesen, den Kontakt mit Menschen zu vermeiden.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Singapur handelte es sich bei den beiden Ausländern, durch die das Coronavirus in die evangelische Gemeinde gelangt war, um ein Ehepaar aus der chinesischen Stadt Wuhan. Mit Stand 8. Februar waren in Singapur 40 Infektionen mit dem Coronavirus und 181 Verdachtsfälle gemeldet. Bei 438 Verdachtsfällen hat sich eine Virusinfektion nicht bestätigt. Premierminister Lee Hsien Loong forderte am Samstag die Bürger des Stadtstaates auf, als Vorsichtsmaßnahme gegen das Virus Hygieneregeln streng einzuhalten und größere Menschenansammlungen zu meiden.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO waren bis zum 8. Februar in China 34.598 Menschen infiziert. Die Zahl der Infektionen in 24 anderen Ländern der Welt lag demnach bei 288. In China sind bisher 723 Menschen an der Virusinfektion gestorben. Außerhalb Chinas wurde laut WHO bislang ein Todesfall registriert.

(KNA)

Die neue App von DOMRADIO.DE

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Schabbat Shalom: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – der Podcast

Jeden Freitag nehmen uns junge Jüd:innen in diesem Podcast mit in die Welt des Judentums. 

Tageskalender

Radioprogramm

 09.05.2021
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

  • Pilotprojekt "Ich bin Sophie Scholl"
  • Katholischer Sportverband schaut in die Zukunft
07:20 - 07:20 Uhr

WunderBar

07:50 - 07:55 Uhr

Wort des Bischofs

09:40 - 09:45 Uhr

Kirche2Go

10:00 - 12:00 Uhr

Gottesdienst

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

  • Muttersein in Entwicklungsländern
10:00 - 12:00 Uhr

Gottesdienst

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

  • Muttersein in Entwicklungsländern
12:40 - 12:45 Uhr

WunderBar

16:00 - 18:00 Uhr

Der gute Draht nach oben!

17:50 - 17:55 Uhr

Wort des Bischofs

16:00 - 18:00 Uhr

Der gute Draht nach oben!

18:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Menschen

19:00 - 20:00 Uhr

DOMRADIO Kopfhörer

20:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Musica

Himmelklar Podcast

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Die ganze Bibel im Ohr! Jetzt spenden!