Bischof Gregor Maria Hanke mit Blick über Damaskus
Bischof Gregor Maria Hanke mit Blick über Damaskus

19.02.2019

Bischof Hanke fordert nach Syrien-Besuch Wiederaufbau-Hilfe "Man könne fast depressiv werden"

Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke ist von einer rund einwöchigen Reise durch Syrien zurückgekehrt. Die Eindrücke sind noch präsent. Angesichts des Erlebten ruft er die Politik auf, sich mehr um den Wiederaufbau Syriens zu kümmern.

"Die Politik sollte sich viel mehr damit befassen, was können wir Gutes tun für die Menschen, die dort geblieben sind, die den Wiederaufbau wollen, die bereit sind, alles zu geben für den Wiederaufbau, weil sie ihr Land lieben", sagte Hanke am Dienstag in einem Interview mit seiner Pressestelle. "Diese Frage finde ich bei uns in der Politik leider nicht vertreten."

Solidaritätsbesuch

Der Bischof habe seine Solidarität mit den Christen in dem vom Krieg gebeutelten Land bekundet, hieß es. Er sei auf Einladung des syrisch-katholischen Patriarchats unter anderem in Damaskus, Aleppo und Homs gewesen.

Man könne teilweise depressiv werden angesichts der Bombenzerstörungen, erzählte Hanke. Aber: "Es ist erstaunlich, welche Kraft und welcher Überlebenswille in den dort lebenden Menschen spürbar ist." Die Menschen begännen damit, das Leben wieder aufzubauen. Das Embargo treffe jedoch gerade die einfachen Leute, die wenig zu Leben hätten, hart. "Sie werden durch das Embargo in Haft genommen und führen ein teilweise sehr, sehr beschwerliches, elendes Leben."

Er sorge sich deswegen, so Hanke, dass vor allem viele junge Christen das Land noch verlassen könnten. "Dann steht der Westen wieder vor der Frage: Was machen wir mit diesen jungen Leuten, die zu uns kommen?" Der Bischof ergänzte, vor allem die Begegnungen in den Schulen hätten ihn beeindruckt: "Die Kinder haben sich unheimlich gefreut, dass jemand aus Deutschland zu ihnen kommt, sie wahrnimmt in Damaskus und Aleppo und ihnen damit kundgibt, sie sind nicht vergessen."

Hilfe für die Menschen in Syrien

Hanke ermunterte die Christen hierzulande, den Menschen in Syrien zu helfen: "Wir sollten unsere Schwestern und Brüder in Syrien unterstützen durch unser Gebet. Wir sollten sie auch materiell unterstützen, wir sollten den Wiederaufbau ermöglichen."

Vor allem Krankenhäuser, Schulen und andere Bildungseinrichtung müssten neu errichtet werden, da das Orte seien, an denen die Menschen Kraft und Hoffnung für ihre Zukunft fänden. Gerade für die Christen im Land sei auch der Wiederaufbau von Kirchen ein Zeichen der Zukunft.

(KNA)

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