Mindestens 25 Tote: Anschlag auf  Kirche St. Georg in Tanta (Ägypten)
Anschlag auf Kirche in Ägypten
Kopten-Papst Tawadros II.
Kopten-Papst Tawadros II.

27.11.2017

Ägyptische Kirchen in Sorge vor weiteren Anschlägen "Bedrohte Zeiten"

Nach verheerenden Anschlägen auf Christen in Ägypten wurde für die nächsten drei Monate der Ausnahmezustand angekündigt. Der Patriarch von Alexandrien sowie der koptische Papst zeigen sich beunruhigt, da sie weitere Übergriffe befürchten.

Der griechisch-orthodoxe Patriarch von Alexandrien, Theodoros II., befürchtet weitere Anschläge in Ägypten auch gegen christliche Einrichtungen. "Wir nähern uns schwierigen Zeiten. Ein Ereignis wird dem anderen folgen", zitiert die Presseagentur Kathpress (Montag) aus einem Interview mit dem Patriarchen im ägyptischen Fernsehen.

Sorge um Sicherheit

Er sei sehr beunruhigt und der ganze Nahe Osten bedroht. Der Patriarch sorgte sich besonders um die Sicherheit des weltberühmten Katharinenklosters auf dem Sinai, eines der wichtigsten Ziele des ägyptischen Pilgertourismus. "Unsere Mönche im Katharinenkloster und die Verantwortlichen der Kirchen stehen vor der Frage: Was wird morgen geschehen", so Theodoros.

Der Anschlag auf eine Sufi-Moschee im Nordsinai mit mehr als 300 Toten am Freitag ist der blutigste in der Geschichte des Landes. Die Behörden vermuten hinter der Bluttat einen Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat".

Anteilnahme von Tawadros II.

Auch Kopten-Papst Tawadros II. äußerte seinen Schmerz über den Anschlag. "Wir sind mit der Gesamtheit des ägyptischen Volkes und den staatlichen Institutionen in ihrem gerechten Krieg gegen den Terrorismus und die Gewalt im Namen der Religion solidarisch", schrieb er in einer Botschaft. Eine ähnliches Kondolenzschreiben formulierte auch der koptisch-katholische Patriarch Ibrahim Isaac Sidrak.

(KNA)

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