09.04.2013

Osteuropa-Hilfsaktion erhält mehr Spenden Lebendige Brücken

Die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken für Mittel- und Osteuropa, Renovabis, verzeichnet einen Anstieg der Geldspenden. In Köln lobte Kardinal Meisner den "Bau von lebendigen Brücken" zwischen Ost und West in Europa.

Im vergangenen Jahr seien die Einzelspenden um mehr als 500.000 Euro und damit um über elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, erklärte am Dienstag Renovabis.Hauptgeschäftsführer Pater Stefan Dartmann am Dienstag in Köln. Bei der Vorstellung des Jahresberichts verwies er darauf, dass insgesamt 828 Projekte in 28 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas unterstützt werden konnten. Das Gesamtfördervolumen lag bei rund 26,5 Millionen Euro.

Die Förderschwerpunkte habe sich nach Dartmanns Worten seit einigen Jahren weiter nach Osten verlagert. Insbesondere würden viele Projekte in den Ländern jenseits der EU-Grenzen und in neuen Mitgliedsstaaten unterstützt, denn hier seien die sozialen Notlagen, aber auch die Probleme der katholischen Kirche häufig besonders gravierend. Ein wichtiges Anliegen sei auch, die Situation von gesellschaftlichen Randgruppen, unter anderem der Roma, zu verbessern.

Erzbischof Joachim Kardinal Meisner, Vorsitzender des Trägerkreises von Renovabis und der für Renovabis zuständigen bischöflichen Unterkommission für Mittel- und Osteuropa, blickte in seinem Statement auf die 20-jährige Geschichte des Hilfswerkes zurück. Der Name "Renovabis" ("Du wirst erneuern") sei dabei stets auch Programm gewesen. Es gehe und ginge um den Auftrag der Erneuerung des Menschen im ganzheitlichen Sinne, so Meisner. Demzufolge stehe der soziale neben dem pastoralen Aspekt im Mittelgrund der Arbeit. Dadurch sei die Hilfsaktion gerade bei den gesellschaftlichen Randgruppen und Minderheiten zu einem "Symbol der Hoffnung" geworden.

Renovabis sei "die Antwort der deutschen Katholiken auf die Befreiung der Menschen vom staatlich verordneten Kommunismus und des damit verordneten Atheismus", sagte Meisner und verwies auf die sehr unterschiedliche politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den Ländern Osteuropas. Diese habe eine veränderte Schwerpunktsetzung der Hilfe notwendig gemacht. Anfangs sei es vor allem darum gegangen, eine Infrastruktur etwa durch Baumaßnahmen zu schaffen. Heute werde in die Bildung und Ausbildung von Priestern und Ordensleuten sowie in die Förderung eines katholischen Schulsystems investiert.

Solidarität mit Behinderten in Osteuropa

In diesem Jahr beleuchtet Renovabis die schwierige Lage von behinderten Menschen. Unter dem Motto "Das Leben teilen. Solidarisch mit behinderten Menschen im Osten Europas" wird die Aktion in diesem Jahr im Bistum Trier eröffnet. Die gesellschaftliche Teilhabe von Behinderten sei in vielen osteuropäischen Ländern immer noch stark eingeschränkt, teilt das Bistum mit. Erst langsam entwickle sich dort ein Bewusstsein für die besonderen Bedürfnisse.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann, Bischöfe aus Osteuropa und Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pater Stefan Dartmann eröffnen die katholische Hilfsaktion am 28. April mit einem Gottesdienst im Trierer Dom. An der Feier wirken die ukrainische Rollstuhl-Tanzgruppe "Romantiker" sowie die Folkgruppe "Burdon" mit.

Renovabis wurde im März 1993 als "Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa" ins Leben gerufen. Die Aktion wurde von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) auf Anregung des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZdK) gegründet und unterstützt die pastorale, soziale und gesellschaftliche Erneuerung der ehemals kommunistischen Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Der lateinische Name Renovabis bedeutet "Du wirst erneuern".

(DR, KNA, epd)

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