Grablichter auf dem Friedhof
Grablichter auf dem Friedhof

13.05.2020

Bestatterverband: Noch weit von Normalität entfernt Bestatter als systemrelevant anerkennen

Trotz der jüngsten Lockerungen sind Beerdigungen nach Ansicht des Generalsekretärs des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, Stephan Neuser, noch weit von Normalität entfernt. Die Beschränkungen bei der Abschiednahme seien furchtbar. 

Die widrigen Umstände und alle damit verbundenen Begleiterscheinungen im Rahmen der Corona-Krise hätten Bestatter und Angehörige vor sehr große Herausforderungen gestellt, sagte Stephan Neuser in Düsseldorf dem Evangelischen Pressedienst (epd). Aber zusammen mit den Kirchen, Friedhofsträgern, Gesundheitsämtern und anderen Beteiligten habe man "aus der Situation das Beste gemacht".

Nicht umarmen, sich nicht an die Hand nehmen

Das Furchtbare an dieser Krise seien die Beschränkungen bei der Abschiednahme, fügte Neuser hinzu. Auch wenn es jetzt Lockerungen und Öffnungen gebe, sei die Situation noch "absolut anders als vor der Krise". Nach wie vor könnten sich die Menschen im Trauerfall nicht umarmen, nicht kondolieren, sich nicht an die Hand nehmen. Insofern bleibe es nach wie vor schwierig für die Angehörigen, sich nicht allein zu fühlen. "Das müssen die Bestatter, aber auch die Kirchen in irgendeiner Form auffangen", sagte Neuser.

In diesem Zusammenhang bekräftigte er die Forderung, alle Bestattungsunternehmen bundesweit als systemrelevant anzuerkennen. Zwar werde von allen betont, wie wichtig Bestatter seien, nicht nur in der derzeitigen Krisensituation. Aber in den meisten Bundesländern verweigere man ihnen die Anerkennung als systemrelevanten Beruf. Allerdings hätten alle Bundesländer zugestimmt, Kinder von Bestatterinnen und Bestattern in die Notfallbetreuung aufzunehmen.

Die Versorgung der Bestattungsunternehmen mit Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln während der Corona-Krise habe sich dagegen nur bedingt verbessert, sagte Neuser weiter. Es gebe positive Beispiele aus einzelnen Bundesländern wie Bremen, Berlin und Thüringen, wo Bestatter an den Länderbestellung von Schutzausrüstungen partizipieren konnten. Aber in anderen Ländern sei dies nicht der Fall.

Trauerfeiern nicht zu lange hinausschieben

Neuser bezeichnete die Umsetzung der von den Bundesländern vorgegebenen Schutzmaßnahmen bei Beerdigungen und Trauerfeiern als richtig und notwendig, vor allem wegen der vielen älteren Teilnehmer. Aber auch wenn jetzt die meisten Trauerhallen unter Einhaltung der Abstandsregeln wieder offen sind und die Teilnehmerbegrenzungen aufgehoben oder zumindest erhöht wurden, bleibe es weiter eine Ausnahmesituation. Beschränkungen gebe es auch weiter beim Gesang. Wie bei den kirchlichen Gottesdiensten sei Musik nicht uneingeschränkt möglich, Blasinstrumente seien meist noch untersagt.

Obwohl die Möglichkeit besteht, eine Trauerfeier zu verschieben, sollte man es "nicht ins Unendliche hinauszögern", sagte Neuser. Die Regelungen zur Beisetzungspflicht seien von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, in Nordrhein-Westfalen etwa müsse eine Urne sechs Wochen nach der Kremation nachweislich beigesetzt werden. Wer eine Trauerfeier zu lange hinausschiebe, könne nicht richtig abschließen.

(epd)

Sommeraktion: Meine Heimatkirche

Die Sommeraktion von DOMRADIO.DE: Wir suchen Ihre Heimatkirche. Laden Sie ein Bild hoch und erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

Messenger-Gemeinde

Tageskalender

Radioprogramm

 03.08.2020
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Erster Schultag in Mecklenburg-Vorpommern - Don Bosco Schule in Rostock
  • Zentralrat der Muslime zum Opferfest der Muslime - zu wenig Beachtung in Deutschland?
  • "Freunde der Hedwigskathedrale" zur Baugenehmigung für Umbau der Hedwigs-Kathedrale in Berlin
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Jesus liebt Radfahrer - Weltreise mit Gottes Hilfe
  • Sorge um Benedikt XVI. - Wie geht es dem Papst emeritus?
  • Heavy-Metal Festival in Wacken fiel aus - Seelsorge findet trotzdem statt
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Jesus liebt Radfahrer - Weltreise mit Gottes Hilfe
  • Sorge um Benedikt XVI. - Wie geht es dem Papst emeritus?
  • Heavy-Metal Festival in Wacken fiel aus - Seelsorge findet trotzdem statt
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • Die Heilige Lydia und die Frauen in der Kirche: KfD ärgert sich über Rom
  • Kirchenasyl auf dem Prüfstand: Was ist erlaubt?
  • Happy Birthday DOMRADIO.DE - Kultur und Kirche im Radio
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • Die Heilige Lydia und die Frauen in der Kirche: KfD ärgert sich über Rom
  • Kirchenasyl auf dem Prüfstand: Was ist erlaubt?
  • Happy Birthday DOMRADIO.DE - Kultur und Kirche im Radio
19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • Zentralrat der Muslime zum Opferfest der Muslime - zu wenig Beachtung in Deutschland?
  • Sorge um Benedikt XVI. - Wie geht es dem Papst emeritus?
  • Kirchenasyl auf dem Prüfstand: Was ist erlaubt?
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wichtig: Kein DAB+ mehr in NRW ab Juli

Leider sendet DOMRADIO ab Juli nicht mehr über DAB+ in NRW. Laden Sie sich doch unsere App herunter – kostenlos in den Stores. DOMRADIO hören Sie auch übers Internetradio, Smartspeaker, andere gängige Radio-Apps, in Köln auf UKW 101,7, in Berlin/Brandenburg über DAB+ und natürlich auf DOMRADIO.DE.

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…