Gerettetes Baby auf Deck des Rettungsbootes der "Open Arms"
Gerettetes Baby auf Deck des Rettungsbootes der "Open Arms"
Libyen, Mittelmeer: Migranten in einem Schlauchboot, nachdem "Open Arms" sie gerettet hat
Libyen, Mittelmeer: Migranten in einem Schlauchboot, nachdem "Open Arms" sie gerettet hat
Präses Rekowski auf Malta
Präses Rekowski auf Malta

23.12.2018

Hilfsorganisationen retten 344 Flüchtlinge aus Mittelmeer Heiligabend auf See?

Es ist eine gute Nachricht. Aber eine, die laut Präses Manfred Rekowski eine kurzfristige Lösung erfordert: Seenotretter der Hilfsorganisation Sea-Watch haben 344 Flüchtlinge vor dem Ertrinken gerettet. Wohin sollen sie jetzt?

So habe die "Sea-Watch 3" am Samstag 33 Schiffbrüchige aufgenommen, wie die Seenotretter am Sonntag mitteilten. Von der Bundesregierung forderte Sea-Watch für die Geretteten eine Lösung noch vor Weihnachten. Am Freitag seien 311 Schiffbrüchige von der spanischen "Open Arms" gerettet worden. 

Heiligabend auf See?

Während die "Open Arms" unterwegs nach Spanien sei, werde der "Sea-Watch 3" nach wie vor ein sicherer Hafen verweigert, erklärte die Hilfsorganisation weiter. Den Geretteten drohe nun, Heiligabend auf dem Mittelmeer verbringen zu müssen, da bislang kein europäischer Staat bereit sei, die Menschen aufzunehmen.

"Wer sich auf christliche Werte beruft, ist jetzt in der Pflicht", betonten die Seenotretter. Aus ihrer Sicht sei eine Lösung für die Schiffbrüchigen "problemlos möglich". Die privaten Seenotretter verwiesen darauf, dass in den vergangenen Monaten allein in Deutschland mehr als 30 Städte und mehrere Bundesländer ihre Bereitschaft erklärt hätten, aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufzunehmen.

Rekowski: "Deutschland und andere europäische Länder gefragt"

Als einer der Ersten reagierte der rheinische Präses Manfred Rekowski. Der leitende Theologie der Evangelischen Kirche im Rheinland plädiert für eine kurzfristige humanitäre Lösung. "Hier sind sicher auch Deutschland und andere europäische Länder gefragt", schreibt er in seinem Präsesblog.

"Es zeigt sich wieder einmal, dass nach wie vor tragfähige humanitäre europäische Lösungen in der Flüchtlingspolitik fehlen - und das nicht nur zur Weihnachtszeit", erklärte Rekowski, der auch Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Mit Blick auf die Europawahl 2019 forderte er europäische Lösungen, bei denen die Länder mit EU-Außengrenzen nicht überproportional belastet werden.

Zivile Rettungsmittel auf dem Mittelmeer

Die "Sea-Watch 3" gehört den Angaben zufolge mit den Suchflugzeugen "Moonbird" und "Colibri" sowie der spanischen "Open Arms" und der deutschen "Sea-Eye 2" zu den derzeit einzigen zivilen Rettungsmitteln auf dem Mittelmeer. Erst seit Ende November ist die "Sea-Watch 3" wieder für Such- und Rettungseinsätze vor der nordafrikanische Küste im Einsatz.

Zuvor war das Schiff mehr als drei Monate von maltesischen Behörden am Auslaufen gehindert worden wegen Zweifeln an einer ordnungsgemäßen Eintragung ins Schiffsregister. 

(epd)

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Messenger-Gemeinde

Tageskalender

Radioprogramm

 26.10.2020
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Zweite Welle: Schulen nehmen den Betrieb wieder auf
  • Nachgefragt: Wie steht's um den christlich-islamischen Dialog?
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Das Heilige Jahr in Santiago de Compostela

Pilgerreise auf dem Jakobsweg mit „ne Bergische Jung“ Willibert Pauels! Jetzt anmelden für Juli 2021!

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…