Symbolbild Kirche und Frieden
Symbolbild Kirche und Frieden

04.11.2018

Rekowski: Militärische Mittel sichern keinen Frieden Gewaltfreie Lösungen

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, hat davor gewarnt, mit militärischen Mitteln einen dauerhaften Frieden sichern zu wollen. Rekowski äußerte sich anlässlich einer Gedenkwoche zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren.

In einem Gottesdienst an Sonntag in Oberhausen vverwies Rekowski auf eine Textstelle aus dem neutestamentlichen 1. Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Thessaloniki (Kapitel 5, 1-11): "Lasst euch nicht einschläfern durch die Parole: Friede und Sicherheit durch Soldaten."

Dieser falschen Parole komme man auch mit einem Blick ins Alte Testament "auf die Schliche - etwa beim Propheten Jeremia", sagte Rekowski. "Da hat Gott sein Volk gewarnt vor den falschen Propheten, die rufen: Friede, Friede, und ist doch kein Friede, denn 'alle gieren nach falschem Gewinn'."

Friedenswort der Landessynode nimmt gewaltfreie Lösungen in den Blick

Die Parole "Sicherheit und Frieden" bringe oft nichts anderes als hemmungsloses Gewinnstreben ohne Rücksicht auf menschliche Verluste, erklärte der Präses laut Vorab-Text. "Vor diesen Parolen sollen sich wache Christinnen und Christen nicht einschläfern lassen", mahnte er.

Aus Anlass des Endes des Ersten Weltkriegs hat die Landessynode im Januar dieses Jahres ein Friedenswort mit dem Titel "Auf dem Weg zum gerechten Frieden" verabschiedet. Darin formuliert die Landessynode das Leitbild einer Kirche des gerechten Friedens. "Kirche des gerechten Friedens zu sein bedeutet, Krieg und kriegerische Mittel als Möglichkeit der Konfliktlösung, als 'ultima ratio', zu überwinden", heißt es darin. Gewaltfreie Lösungen seien schmerzhaft, weil sie eigene, besonders wirtschaftliche, Interessen berührten. "Sie sind langwierig und müssen mühsam gelernt werden. Sie sind aber die Lösungen, die sich als roter Faden durch die Bibel ziehen und biblisch geboten sind."

(epd)

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