Gefaltete Hände von Papst Franziskus
Gefaltete Hände von Papst Franziskus

21.02.2020

Papst reagiert bestürzt auf "schreckliche Gewalttat" in Hanau "Loch im Herzen"

​Mit Bestürzung hat Papst Franziskus auf die "schreckliche Gewalttat" in Hanau reagiert. In einem Telegramm an den Fuldaer Bischof Gerber drückte er seine Anteilnahme aus. Dieser hat in einem Schreiben an seine Diözese zum Gebet aufgerufen.

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin übermittelte am Freitag ein Telegramm des Kirchenoberhaupts an den Fuldaer Bischof Michael Gerber. Darin bringt der Papst seine Anteilnahme an der Trauer der Hinterbliebenen zum Ausdruck. Unschuldige Menschen seien "in den Tod gerissen" worden. Franziskus vertraue die Verstorbenen der Barmherzigkeit Gottes an und bitte um Trost und Zuversicht für die Trauernden.

Schreiben von Bischof Gerber

Michael Gerber bat in einem Schreiben alle Kirchengemeinden der Diözese, für die Opfer der Gewalttat in den anstehenden Gottesdiensten zu beten. Gerber dankte insbesondere den Mitarbeitern in den Pfarreien im Großraum Hanau, in der Notfallseelsorge und den kirchlichen Beratungsdiensten, die unmittelbare Hilfe leisteten. Sie zeigten in dieser schwierigen Situation die Bereitschaft, erreichbar zu sein, zuzuhören und das "Loch im Herzen" auszuhalten.

Nach dem rassistisch motivierten Anschlag in Hanau zeigt sich die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der hessischen Stadt geschockt. "Diese Anschläge auf das Leben wurden von einem Menschen verübt, der keinen Respekt vor dem Leben anderer hatte", hieß es in einer Stellungnahme der ACK. Für den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft sagte Pfarrer Torben Telder: "Unsere Welt steht Kopf." In Gedanken und Gebet fühlten sich die Christen in Hanau mit einer ganzen Stadt verbunden, die fassungslos dieser Tat gegenüberstehe.

Dechanten im Bistum Münster verurteilen Rechtsextremismus

Die Kreis- und Stadtdechanten des Bistums Münster beziehen Position gegen Populismus und Rechtsextremismus. In einer am Freitag in Münster veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme heißt es, der Tod von zehn Menschen und das verursachte Leid in Hanau hätten wie auch vorangegangene Anschläge einen klar erkennbaren Nährboden. "Er besteht in einem wachsenden Klima der Intoleranz und des Hasses, das populistische Parteien und rechtsextreme Gruppierungen in die Mitte der Gesellschaft getragen haben", schreiben die Dechanten.

Zu lange sei hingenommen worden, dass Populisten und Rechtsextreme ungestraft gegen Menschen mit Migrationshintergrund hetzten. Die Geistlichen fordern eine Kultur der gegenseitigen Achtung. Im Bistum Münster gibt es acht Dekanate, die von jeweils einem Dechanten geleitet werden. Dekanate bilden eine mittlere Organisationsebene zwischen Pfarreien und Bistum.

Der mutmaßliche Täter hatte am späten Mittwochabend nach bisherigen Erkenntnissen zehn Menschen in Hanau erschossen und sich anschließend selbst getötet. Unter den Toten sollen neun Menschen mit Migrationshintergrund im Alter zwischen 21 und 44 Jahren sowie seine 72-jährige Mutter sein. Die Bundesanwaltschaft attestierte dem Angreifer eine "zutiefst rassistische Gesinnung". Der mutmaßliche Schütze wurde in seiner Wohnung tot aufgefunden. Dort wurde auch die Leiche seiner Mutter entdeckt.

(KNA)

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