Geflüchtete im Camp Manus in Papua-Neuguinea
Geflüchtete im Camp Manus in Papua-Neuguinea

20.07.2021

Ozeanische Bischöfe fordern Australien zur Flüchtlingsaufnahme auf "Dauerhafte Internierung nicht zu akzeptieren"

Die katholischen Bischöfe von Papua-Neuguinea und den Salomonen fordern Australien zu einem Umdenken in der Asylpolitik auf. Die australische Regierung lässt Geflüchtete seit Jahren in Lagern auf den Inseln Manus und Nauru internieren.

Die dauerhafte Internierung von Geflüchteten, die in Australien Asyl beantragt haben, in den Lagern auf der Insel Manus in Papua-Neuguinea und auf Nauru sei "absolut nicht gerechtfertigt und nicht zu akzeptieren", zitiert der asiatische Pressedienst Ucanews (Dienstag) aus einem Offenen Brief der Bischofskonferenz von Papua-Neuguinea und den Salomonen an beide Häuser des australischen Parlaments. Darin hätten die Bischöfe Australien aufgefordert, die in den Lagern verbliebenen Flüchtlingen nach Australien umzusiedeln.

2013 hatte das australische Parlament beschlossen, Bootsflüchtlinge verpflichtend in den Lagern in Papua-Neuguinea und auf Manus zu internieren und selbst für Menschen, deren Asylantrag positiv beschieden wurde, ein lebenslanges Einreiseverbot nach Australien zu erlassen.

"Das Ziel der Abschreckung ist erreicht"

In dem Brief der Bischöfe hieß es nun, Australien habe mit der Internierung der Asylsuchenden außerhalb des Landes das Ziel der Abschreckung von Bootsflüchtlingen und die Sicherung seiner Seegrenzen erreicht. "Wir fordern das australische Parlament nachdrücklich auf, zumindest jene in Australien aufzunehmen, die nach dem 19. Juli 2013 in Manus und Nauru inhaftiert wurden und weder jetzt noch in Zukunft die Chance auf eine Umsiedlung in ein Drittland haben", zitiert Ucanews aus dem Brief.

Obwohl in den vergangenen Jahren weit mehr als 1.000 Geflüchtete in Drittländer umgesiedelt werden konnten, befinden sich in den Lagern auf Manus und Nauru noch immer mehrere hundert Personen.

(KNA)

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