Papst Franziskus
Papst Franziskus
Münster ganz im Zeichen des Katholikentages
Münster ganz im Zeichen des Katholikentages

09.05.2018

Franziskus ruft Katholiken zum Engagement für den Frieden auf Papst-Botschaft zum Katholikentag

Papst Franziskus ruft die deutschen Katholiken zum Engagement für den Frieden auf. Die Botschaft des Kirchenoberhaupts wurde am Mittwochabend bei der Eröffnung des Katholikentags in Münster veröffentlicht. 

Papst Franziskus fordert von den Christen mehr Engagement für den Frieden. In einer Botschaft an die Teilnehmer des 101. Deutschen Katholikentags in Münster betont der Papst, es gebe derzeit kein wichtigeres Thema in der öffentlichen Debatte über Religion als Fanatismus und Gewaltbereitschaft. Wo der Mensch nicht als eine Gabe Gottes angenommen werde, gebe es Unfrieden, Hass und Missgunst. "Meine große Sorge gilt den Menschen, besonders den Kindern und Jugendlichen, die wegen Krieg und Gewalt in ihrem eigenen Land zur Flucht gezwungen sind, um ihr Leben zu retten."

Unter Hinweis auf den vor 370 Jahren in Münster geschlossenen Westfälischen Frieden ermahnte der Papst die Christen, aus der Geschichte heraus für die Zukunft Frieden zu lernen. Wesentliches Instrument dazu sei ein christliches Engagement in Familie, Schulen, Bildungseinrichtungen und Politik. Ebenso brauche es eine gerechte Teilhabe aller am Wohlergehen. "Seid Botschafter des Friedens, der Verantwortung und der Barmherzigkeit vor allem für die junge Generation", forderte Franziskus.

Papst: Frieden beginne "einfach und klein in unserer Sprache"

Franziskus lobte den Einsatz der kirchlichen Hilfswerke, der Verbände und Gemeinden für die Gesellschaft. Frieden beginne aber auch "einfach und klein in unserer Sprache, in der Wahl der Worte", mahnte der Papst: "Mit Worten, die wie Brot sind, stärkend, wertschätzend, gütig, klärend und verlässlich, beginnt der Frieden."

Die Papstbotschaft wurde vom Apostolischen Nuntius Erzbischof Nikola Eterovic während der Eröffnungsfeier verlesen. Das Christentreffen dauert bis Sonntag. Geplant sind über 1.000 Veranstaltungen. Teilnehmer sind auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und die SPD-Parteichefin Andrea Nahles. Veranstalter ist das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Das Bistum Münster ist Gastgeber.

(KNA)

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