Kippa - typische jüdische Kopfbedeckung
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Antisemitismus-Beauftragter warnt vor BDS-Bewegung
Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung: Felix Klein

12.12.2019

Klein fordert "starkes" Mandat für EU-Antisemitismusbeauftragte "Jüdisches Leben sichtbar machen"

Der deutsche Antisemitismusbeauftragte, Felix Klein, hat ein "starkes" Mandat für sein Pendant auf europäischer Ebene gefordert. "Das muss jetzt kommen, denn die neue EU-Kommission ist nun angetreten", sagte Klein der Katholischen Nachrichten-Agentur.

Besonders die Sichtbarkeit innerhalb der Kommission sei wichtig für den Erfolg der EU-Antisemitismusbeauftragten, Katharina von Schnurbein, sagte Klein nach einem Treffen der europäischen Arbeitsgruppe zu Antisemitismus.

Am Dienstagabend war bekannt geworden, dass Schnurbein ihre eigene "Task Force" erhält. Das Team soll unter dem EU-Kommissions-Vizepräsident Margaritis Schinas angesiedelt sein. Klein forderte nun eine "rasche" Umsetzung dieser Strukturen. "Beim Thema Sicherheit für jüdische Gemeinschaften in Europa haben wir es doch jetzt mit einer Dimension zu tun, wo es um Mordopfer geht", sagte er mit Blick auf die Anschläge in Deutschland, Frankreich, Belgien und Dänemark.

Vermittlung jüdischen Lebens

Beim zweiten Treffen der Arbeitsgruppe zu Antisemitismus am Mittwoch in Brüssel ging es um die Frage, wie jüdisches Leben und der Holocaust in Bildungseinrichtungen vermittelt werden kann. Jüdisches Leben sichtbar zu machen, sei auch ein Mittel, um Antisemitismus zu bekämpfen, so Klein. Aus Deutschland und Österreich wurde das Projekt "Likrat" präsentiert, bei dem jüdische Schüler von ihrem Leben berichten.

Beim ersten Treffen der Arbeitsgruppe im Sommer ging es um Sicherheitsfragen. Beim dritten Treffen im März 2020 soll es um die Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) gehen. Etwa 16 EU-Staaten haben diese Definition bereits anerkannt.

Positive Botschaften und Begegnungen

Der Kampf gegen Antisemitismus soll auch eine Priorität der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ab Juli 2020 werden. Klein will den Fokus auf positive Botschaften, Begegnungen und die Vermittlung von jüdischem Leben legen. "Es geht darum, dass wir der europäischen Öffentlichkeit zeigen, dass jüdisches Leben Teil unserer europäischen Identität ist. Wenn das angegriffen wird, wird auch die europäische Identität angegriffen", sagte Klein. Letztlich sei es eine "Überlebensfrage" jüdisches Leben zu erhalten, da es den Kontinent kulturell geprägt habe.

Zudem wolle sich Deutschland während der Ratspräsidentschaft dafür einsetzen, dass alle EU-Mitgliedstaaten die Position eines Beauftragten für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus schaffen.

(KNA)

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