Heiligenbilder vor Wallfahrtskirche in Kevelaer
Heiligenbilder vor Wallfahrtskirche in Kevelaer
Bischof Felix Genn stellte Domkapitular Rolf Lohmann als neuen Weihbischof vor
Bischof Felix Genn stellte Domkapitular Rolf Lohmann als neuen Weihbischof vor

27.08.2017

Weihbischof Lohmann betont Bedeutung der interreligiösen Wallfahrt nach Kevelaer "Wichtiger als je zuvor"

Christen, Juden und Muslime machen sich am Sonntag gemeinsam auf den Weg, vereint im Gebet. Sie begehen zum dritten Mal zusammen eine interreligiöse Friedenswallfahrt in Kevelaer. Ein domradio.de-Interview mit Weihbischof Rolf Lohmann.

domradio.de: Wie müssen wir uns die Wallfahrt am Sonntag genau vorstellen: Werden Angehörige unterschiedlicher Religionen zusammen durch Kevelaer pilgern und auch gemeinsam beten?

Weihbischof und ehem. Wallfahrtsrektor Rolf Lohmann: Ja, seit drei Jahren machen wir das so. Wir sind mit jüdischen und muslimischen Vertretern zusammengekommen, um in einer Zeit des Terrors und der Gewalt Zeichen zu setzen. Dass wir nämlich friedlich miteinander leben wollen und dass wir zeigen, wie wichtig uns der Friede ist und dass wir vorangehen. Wir möchten - auch als Vertreter der Religionen - verbildlichen, dass man gut miteinander umgeht, sich versteht und sich achtet und dann einen gemeinsamen Weg des Friedens gehen kann.

Das ist wichtiger als je zuvor. Und so machen wir das auch heute. Wir treffen uns im Marienpark und wir werden etwas zum Kunstwerk "Engel der Kulturen" hören – einem Kunstwerk, das aus einem Kreuz, einem Halbmond und einem Davidstern besteht. Anschließend werden wir das Kunstwerk zum Kapellenplatz fahren. Wir machen deutlich: Wir gehen gemeinsam einen Weg.

domradio.de: Ihr jüdischer Kollege, Michael Rubinstein, bezeichnete diese Wallfahrt als richtiges und wichtiges Zeichen in politisch wie religiös unruhigen Zeiten. Inwiefern hat diese Friedenswallfahrt eine politische Aussage?

Weihbischof Lohmann: Das ist sicherlich ein politisches Zeichen, wenn sich unterschiedliche Religionsvertreter und Teilnehmer unterschiedlicher Religionen auf den Weg machen – in einer Zeit, wie wir sie erleben, einer Zeit, die von Polarisierung, Gewalt und Terror gekennzeichnet ist. Da kann es schnell passieren, dass man nur noch Einseitigkeiten und Fundamentalismus sieht und nicht den guten Willen aller, wirklich diesen Weg zu gehen. Wir blenden nicht aus, was an Gewalt und Schlimmen passiert, das ist auch eine Tragödie, da kann man auch nicht dran vorbei reden. Aber genau deswegen wollen wir dieses starke Zeichen setzen.

domradio.de: Ein Kunstwerk, der "Engel der Kulturen", wird die Wallfahrt in diesem Jahr begleiten. Er besteht aus einem Kreuz, einem Halbmond und einem Davidstern. Ein starkes Symbol. Was ist das genau für ein Kunstwerk?

Weihbischof Lohmann: Dieses Kunstwerk macht uns deutlich, was gemeinsam möglich ist. Nämlich dass wir gemeinsam ein Zeichen setzen können - ein Zeichen des Friedens, ein Zeichen des Zusammenhalts, und ein Zeichen dafür, dass wir eine Gesellschaft zusammen halten möchten trotz aller Unterschiedlichkeiten, die sich dahinter verbergen.

Das Gespräch führte Renardo Schlegelmilch.

(DR)

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