Migranten an der griechisch-türkischen Grenze
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09.03.2020

"Wort zum Sonntag" zur Flüchtlingspolitik sorgt für Diskussionen Heftige Kritik am Verhalten der EU-Staaten

Mit ihrer Kritik an der europäischen Flüchtlingspolitik sorgt "Wort zum Sonntag"-Sprecherin Annette Behnken für Diskussionen im Netz. Die Reaktionen auf den Beitrag reichen von begeisterter Zustimmung bis zu massiver Ablehnung.

Die evangelische Pastorin machte in der vierminütigen am Samstagabend in der ARD ausgestrahlten Sendung die EU-Länder für die Situation der Flüchtlinge in Griechenland und der Türkei verantwortlich. Dort würden grundlegende Werte wie Menschenrechte und Menschlichkeit verkauft. Die EU zahle 700 Millionen Euro Soforthilfe, "um uns Menschen in Not vom Hals zu halten", kritisierte Behnken und fügte hinzu: "Mit Verlaub: Ich könnte kotzen."

Weiter sagte die Studienleiterin an der Evangelischen Akademie Loccum: "Wir müssen die Parlamente stürmen, in denen Neofaschisten sitzen und uns in Schreckstarre verfallen lassen, genauso wie das Coronavirus." Mit Verweis auf biblische Texte forderte sie Barmherzigkeit und nannte als positives Beispiel das von der evangelischen Kirche initiierte Flüchtlingsschiff, das derzeit für die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer vorbereitet wird. "Das legt den Finger so richtig in die Wunde."

Unterschiedliche Reaktionen

Zuspruch bekam die Theologin etwa von den Grünen-Politikern Renate Künast und Sven Giegold. Auf Twitter bezeichneten sie die Sendung als "sehenswert" und als "krassestes Wort zum Sonntag seit Langem". Weitere Nutzer lobten Behnken für ihre deutlichen Worte und betonten, dass sie in ihren Augen Selbstverständliches ausspreche. "Danke für die notwendigen Worte" heißt es da zum Beispiel oder "Dachte nie, dass ich mal ein Wort zum Sonntag empfehlen würde."

Andere kündigten dagegen an, aus der Kirche auszutreten, die zur "Politagentur" verkomme, oder schrieben, man müsse "die kirchlichen Einrichtungen stürmen, in denen das links-grüne Pfaffenpack sitzt und sie wie die Pharisäer aus dem Tempel jagen". Auf rechtskonservativen Onlineportalen ist von "linker Propaganda" die Rede oder von "pastoraler Schlepperpropaganda und Aufwiegelung zum Parlamentssturm". Die AfD twitterte: "GEZ-finanzierter Irrsinn: ARD-Pastorin ruft zum 'Sturm der Parlamente' auf."

(KNA)

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