14.03.2019

Maria Vesperbild meldet über 10.000 Beichten im Jahr "Beichte macht leicht"

Genau 10.247 Menschen haben 2018 im bayerisch-schwäbischen Wallfahrtsort Maria Vesperbild ihre Sünden gebeichtet. Das berichtete die Wallfahrtsdirektion unter Berufung auf die Aufzeichnungen der neun vor Ort tätigen Priester.

Es seien "mehr als 10.000 Menschen, die sich nicht gehen lassen, sondern gegen ihre großen und kleinen Bosheiten ankämpfen und dazu noch Gottes Hilfe in Anspruch nehmen", hieß es. Während an manchen Orten das Beichtsakrament "fast tot ist, blüht es in Maria Vesperbild". Das sei "ein Segen auch für die Gesellschaft". So die bayerisch-schwäbische Wallfahrtsdirektion Maria Vesperbild.

Die Mitteilung wurde mit der Überschrift "Beichte macht leicht" versandt. Die Fastenzeit gilt im Christentum als Zeit der Buße und der Umkehr. Sie dauert von Aschermittwoch bis Ostern.

Zuletzt durch Söders Besuch in den Schlagzeilen

Der Wallfahrtsort Maria Vesperbild machte immer wieder Schlagzeilen, zuletzt mit dem Besuch des CSU-Politikers Markus Söder im August 2018, der als erster amtierender bayerischer Ministerpräsident in Maria Vesperbild war und dort eine Kerze mit der Aufschrift "Gott schütze Bayern" entzündete.

Vorab hatte es harsche Kritik an der Stippvisite des Ministerpräsidenten gegeben. Die örtliche SPD hatte dem Besuch "blasphemische Züge" vorgeworfen. Söder sei nichts heilig, wenn es um den Wahlkampf gehe.

Wallfahrtsstätte avancierte zu einer Marke

Zum Jahreswechsel 2017/ 2018 hatte Pfarrer Erwin Reichart den langjährigen Wallfahrtsdirektor Prälat Wilhelm Imkamp abgelöst. Imkamp hatte mehr als 30 Jahre lang Maria Vesperbild zu einer Marke geformt, die weit über das kirchliche Kernpublikum hinaus Beachtung findet.

Gestressten Managern und nicht nur diesen legte er die Beichte ans Herz, notfalls mit dem iPhone. Bei Fahrzeugsegnungen, dreimal im Jahr angeboten, fand sich auf dem Großparkplatz selten eine Lücke. Für die Familie Thurn und Taxis avancierte der Prälat zu einer Art Hausgeistlicher. Seinen Ruhestand verbringt Imkamp nun auf einem Schloss der Familie.

(KNA, DR)

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