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Odenwaldschule
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23.02.2020

Regisseur Röhl: Parallelen zwischen Odenwaldschule und Kirche "Im Inneren autokratisch"

Regisseur Christoph Röhl sieht Parallelen zwischen seinem Dokumentarfilm "Verteidiger des Glaubens" über Papst Benedikt XVI. und seinen früheren Projekten zur Odenwaldschule. In beiden "Systemen" wurde Missbrauch nicht offen angesprochen.

"Obwohl die Odenwaldschule nach außen hin progressiv und liberal gewirkt hat, war sie im Inneren autokratisch", sagte Röhl am Freitag vor Journalisten in Rom. Es habe dort, ähnlich wie in der katholischen Kirche, ein "höheres Ziel" gegeben, dem man habe dienen wollen. "Den Missbrauch offen anzusprechen, hätte dieses Ziel in Gefahr gebracht", so der Regisseur.

Röhls umstrittener Dokumentarfilm "Verteidiger des Glaubens" über die Rolle von Benedikt XVI. in der Missbrauchskrise wurde am Freitag in Rom erstmals in englischer Sprache präsentiert. Bereits 2010 hatte Röhl eine Dokumentation über die Missbrauchsfälle an der hessischen Odenwaldschule gedreht. 2013 drehte er am Originalschauplatz den Film "Die Auserwählten" mit Ulrich Tukur in der Rolle des Schulleiters.

Bischofskonferenz mit Kritik

"Verteidiger des Glaubens" war in den vergangenen Monaten auf harsche Kritik in Kirchenkreisen gestoßen. Die Deutsche Bischofskonferenz sprach dem Film ab, ein konstruktiver Beitrag zur Aufdeckung sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche zu sein. Stattdessen transportiere der Regisseur "ein stark verzerrtes Bild" von Kardinal Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. Der Film war bereits ab Ende Oktober in deutschen Kinos zu sehen.

Im Vorfeld hatte schon Kurienerzbischof Georg Gänswein - der selbst im Film zu Wort kommt - Kritik geübt. "Das ist eine Sauerei, ein Debakel - ich kann es nicht anders sagen", sagte der Privatsekretär des emeritierten Papstes. Er könne vor diesem "geschickt gemachten", "nicht objektiven" Film nur warnen.

(KNA)

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