"Heiliges Feuer" in der Grabeskirche
"Heiliges Feuer" in der Grabeskirche

01.05.2021

"Heiliges Feuer" in Jerusalem wieder mit Gläubigen Öffentliche Liturgien wieder möglich

Nachdem die orthodoxe Liturgie des "Heiligen Feuers" in Jerusalem 2020 coronabedingt ohne Gläubige stattfinden musste, ist in diesem Jahr wieder eine begrenzte Anzahl zugelassen. Sie findet am Karsamstag um die Mittagszeit statt.

Die bis zu 1.600 Jahre alte Tradition ist der Höhepunkt der orthodoxen Osterfeiern dort; 

Bis zu 2.500 orthodoxe Gläubige könnten an diesem Samstag der Liturgie in der Grabeskirche unter Einhaltung zahlreicher Sicherheitsvorschriften beiwohnen. Ob die jüngste Massenpanik bei einem jüdischen Fest in Meron im Norden Israels mit mindestens 44 Toten Einfluss auf das Sicherheitskonzept haben wird, war am Freitag noch nicht bekannt.

Pilger aus dem Ausland dürfen noch nicht wieder zu der Zeremonie nach Israel einreisen. Öffentliche Liturgien mit zahlreichen Gläubigen sind im Heiligen Land seit einiger Zeit wieder möglich. So nahmen etwa an der traditionellen Palmsonntagsprozession des orthodoxen Patriarchats von Jerusalem rund 200 Menschen teil.

Zeremonie des "Heiligen Feuers"

Bei der Zeremonie des "Heiligen Feuers" geht nach dem Volksglauben eine Flamme auf wundersame Weise aus dem Grab Christi hervor. Die Liturgie soll manchen Quellen zufolge auf das 4. Jahrhundert zurückgehen; andere nennen das 8. Jahrhundert. Um das Jahr 1000 entstanden erste Berichte über eine wundersame Herabkunft des Heiligen Feuers.

Russland, Griechenland und andere orthodoxe Staaten entsenden für gewöhnlich alljährlich hochrangige Regierungsdelegationen zu der Feier, die das Fernsehen in viele Länder live überträgt. Auch über den Facebook-Auftritt des orthodoxen Patriarchats von Jerusalem kann die Liturgie verfolgt werden. Das "Heilige Feuer" wird anschließend per Flugzeug in viele Hauptstädte orthodoxer Länder überbracht und dort feierlich entgegengenommen, oft von den Patriarchen persönlich.

(KNA)

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