22.11.2019

Patriarch von Jerusalem schlägt orthodoxen Krisengipfel vor Zur "Wahrung unserer Einheit"

Wegen des Streits der Patriarchate von Moskau und Konstantinopel über die Ukraine droht der Weltorthodoxie ein Schisma. Jetzt haben sich Moskau und Jerusalem für ein Gipfeltreffen ausgesprochen, um zu beraten, wie es weiter gehen soll.

Im orthodoxen Kirchenstreit über die Ukraine haben sich die Patriarchate von Moskau und Jerusalem für ein Gipfeltreffen ausgesprochen. Patriarch Theophilos III. von Jerusalem lud in Moskau die Operhäupter der mehr als ein Dutzend orthodoxen Landeskirchen in die jordanische Hauptstadt Amman ein, um über die "Wahrung unserer Einheit in der eucharistischen Gemeinschaft" zu beraten. Die russisch-orthodoxe Kirche begrüßte die Initiative am Freitag.

Der Außenamtschef des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, sagte der russischen Nachrichtenagentur Interfax: "Angesichs der anhaltenden Krise in den interorthodoxen Beziehungen, die leider nur noch schlimmer wird, erscheint der Vorschlag sehr aktuell, und wir heißen ihn in jeder Hinsicht gut." Theophilos III. hatte das Haus seines Patriarchats in Amman als Versammlungsort angeboten und darauf verwiesen, dass der jordanische König Abdullah II. der Hüter der christlichen und islamischen Stätten im Heiligen Land sei. "Wir haben keine andere Wahl als alles zu tun, um unsere Einheit zu verteidigen", betonte er beim Empfang des nach dem früheren Moskauer Patriarchen benannten Alexij-II.-Preises. Einen Termin für den Gipfel nannte er nicht.

Weltorthodoxie droht Schisma

Wegen des Streits der Patriarchate von Moskau und Konstantinopel über die Ukraine droht der Weltorthodoxie ein Schisma. Die russisch-orthodoxe Kirche widerrief im Oktober 2018 die Kirchengemeinschaft mit dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel. Damit protestierte sie gegen die Konstantinopler Unterstützung für die Gründung einer von Moskau unabhängigen orthodoxen Kirche in der Ukraine. Seither bleibt die russische Kirche allen von Konstantinopel geleiteten Sitzungen fern. Zudem verbietet sie ihren Geistlichen, gemeinsame Gottesdienste mit der Konstantinopler Kirche zu feiern.

Die russisch-orthodoxe Kirche sieht in der Ukraine die ihr unterstehende ukrainisch-orthodoxe Kirche in Gefahr. Die mit dieser konkurrierende, neue eigenständige Kirche der Ukraine brandmarkt sie als "schismatisch". Wegen der Anerkennung der eigenständigen ukrainischen Kirche beendete Moskau Anfang November 2019 auch die eucharistische Gemeinschaft mit dem griechischen Kirchenoberhaupt Erzbischof Hieronymos und untersagte Pilgerreisen in dessen Diözese Athen.

Auf die Seite des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., stellte sich nach der griechischen Kirche zuletzt auch Patriarch Theodoros II. von Alexandrien. Nach Auffassung des Ökumenischen Patriarchats steht allein Bartholomaios I. als Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxiedas das Recht zu, zu einem panorthodoxen Gipfel einzuladen.

(KNA)

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