Hohes Friedensfest der Stadt Augsburg
Hohes Friedensfest der Stadt Augsburg

08.08.2016

Friedensfest in Augsburg als weltweit einmaliger Feiertag Evangelische Christen feiern Religionsfreiheit

Bei strahlendem Sonnenschein haben Tausende Augsburger am Montag ihr Hohes Friedensfest gefeiert. Das Augsburger Friedensfest am 8. August ist der weltweit einzige gesetzliche Feiertag, der nur in einer Stadt gilt.

Es geht auf die Gewährung der Religionsfreiheit für die evangelischen Christen in der Stadt im 17. Jahrhundert zurück. Innerhalb der Stadtgrenzen haben die Bewohner arbeitsfrei; die Schulen sind wegen der Sommerferien ohnehin geschlossen. Das Fest wird seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) von der evangelischen Kirche begangen, die Katholiken feiern seit 1984 mit.

Der Termin 8. August geht auf ein antiprotestantisches Edikt von Kaiser Ferdinand II. aus dem Jahr 1629 zurück.

Traditionelle Friedenstafel

Nach einem ökumenischen Gottesdienst fand auf dem Rathausmarkt die traditionelle Friedenstafel statt, bei der die Bewohner der Stadt mitgebrachte Speisen und Getränke miteinander teilen. Am Vorabend gab es ein multireligiöses Gebet. Fester Bestandteil des Festes ist auch das historische Kinderfriedensfest.

Appell zu mehr Mitmenschlichkeit

In dem Gottesdienst rief die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler zu mehr Mitmenschlichkeit auf. "Wir brauchen eine achtsame Individualität, in der man selber merkt, wie wertvoll jeder Mensch ist", so die evangelische Theologin.

Zudem erinnerte sie an ein Wort der Journalistin Franca Magnani: "Je mehr Bürger mit Mut ein Land hat, desto weniger Helden wird es einmal brauchen." Sie rief die Zuhörer dazu auf, sich einzusetzen, "damit Menschen jeden Alters und Geschlechts, mit Stärken und Schwächen, aus allen Nationen und Religionen sicher bei uns leben können".

Diskussion über Killerspiele

Zur Diskussion über Killerspiele, die nach dem Münchner Amoklauf neue Nahrung erhalten hat, sagte die Theologin, regelmäßiger Konsum von Gewalt führe zu fehlender Empathie. "Ich glaube nicht daran, dass Kinder und Jugendliche unbeeindruckt bleiben von Killerspielen oder Schlägereien auf Handys", so Breit-Keßler.

Sie äußerte die Vermutung, dass sich junge Männer, die als Amoktäter endeten, ähnlich in Szene setzen wollten wie die Figuren aus den Spielen. - Bei dem Amoklauf am 22. Juli hatte ein 18-jähriger Deutsch-Iraner neun Menschen und sich selbst getötet.

(KNA)

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