Gudrun Petersen
Gudrun Petersen

19.09.2017 - 10:00

Fotografin Gudrun Petersen

"Ich will nicht nur zuschauen, ich will mein Handwerk zur Verfügung stellen" - hat die Fotografin Gudrun Petersen gesagt und ist kurzer Hand ans Mittelmeer aufgebrochen.

Auf dem Rettungsschiff Sea Eye wollte sie als Fotografin  die Gefahren dokumentieren, die Menschen auf sich nehmen, um in Europa eine Zukunft zu finden. Aus dieser Mission wurde zwar nichts: ohnmächtig musste Gudrun Petersen an Bord der Sea Eye erleben, dass das Schiff in die 30 Meilen Zone zurück geordert wurde, in diesem Bereich ist es aber fast unmöglich den Flüchtingsbooten noch zu helfen. Noch frustrierender wurde es, als das Schiff dann auch noch wegen des Wetters im Hafen von Zarsis ankern musste. Und doch war in diesem ganzen Unglück nicht so helfen zu können, wie sie es sich gewünscht hatte, ein Glück verborgen. In Zarzis lernte Gurdrun Petersen Chamseddine Marzoug kennen, der sich dort um die angeschwemmten Toten kümmert. Gudrun Petersen konnte ihn interviewen und fand eine neue, ganz eigene Mission. Welche? Das erzählen wir in der Sendung Menschen, in der sich Gudrun Petersen im Fragebogen vorstellt:

Im Garten meiner Großeltern konnte ich… selber einen kleinen Kindergarten haben.

Mein Großvater hat mir beigebracht... mich mit der natur verbunden zu fühlen

Als mein Großvater starb, war das... ein Absturz und ein Geschenk

Dass meine Oma mir beigebracht hat, nicht so einen buhei zu  machen, hat mir für mein leben… ein Stück Gleichmut  und Mut gegeben.

Von meiner Mutter habe ich.. das Einfühlen in andere.

Ohne meinen Vater.. würde ich mich nicht so viel trauen.

Als ich mit 17 meine erste Kamera bekam, wusste ich… dass ich Fotografin werden würde

In meiner Zeit in den 80ern in Köln als Journalistin konnte ich.. mich frei entfalten.

Mutter werden hieß… das größte Glück.

Mein schönstes Foto… ist das meiner Großmutter

Mit der Sea Eye wollte ich mitfahren, um... mit meinen Möglichkeiten sinnstiftendes Tun.

Tote Menschen fotografieren heißt… mich sehr zu verbinden.

In Aachen Teil einer neuen Ausstellung zu sein, ist für mich… Freude.

Ich glaube dass es eine Regie in meinem Leben gibt… davon bin ich überzeugt. 

.

Moderation: Angela Krumpen