Sr. Katharina Hartleib

Sr. Katharina Hartleib OSF vor dem Kölner Dom / © Mathias Peter (DR)
Sr. Katharina Hartleib OSF vor dem Kölner Dom / © Mathias Peter (DOMRADIO.DE)

Schwester Katharina Hartleib hat eng getaktete Tage: als wir zum Interview verabredet sind, reist sie mit dem Auto an. Eigentlich. Aber auf der Höhe von Gummersbach sieht sie den langen Stau auf der Autobahn, springt stattdessen schnell in den Zug. Ist pünktlich. Trotz einer Schiene am Fuß aufgrund einer bösen Entzündung. Niemand, wirklich niemand kann Schwester Katharina vorwerfen, sie würde nicht selber tun, was sie sich von allen Menschen wünscht: sich engagieren. Auch wenn es anstrengend ist.

Anpacken und anbeten

Schwester Katharina lebt in einem kleinen Konvent, mitten in Olpe. Der Stadt, in der ihr Orden gegründet wurde und nah am Mutterhaus auf dem Berg. Der Konvent ist erst 2009 gegründet worden, aber schon in einem Artikel von 2016 heißt es: "Es wird nicht viele Leute in Olpe geben, denen Sr. Katharina kein Begriff ist." In der Sendung erzählt Schwester Katharina in ihrer so anschaulichen, wie lebendigen Art, wie sie in so kurzer Zeit bekannt werden konnte.

Und, was das mit ihrem Motto: Anpacken und anbeten zu tun hat, erzählt sie auch.

Die Kindheit hat mich politisiert

Schwester Katharina ist in der DDR aufgewachsen. Weil sie nicht zur Jugendweihe ging, wurde ihr der Besuch des Gymnasiums und also auch ein Medizinstudium, trotz Einserschnitt, verwehrt. Wie diese einschneidende Ungerechtigkeit, sie politisiert hat, was sie über Trump und die Gefahr durch die internationale Rechte denkt, erzählt Schwester Katharina in der Sendung Menschen. Und sie erzählt auch, was sie zur Frauenfrage in der katholischen Kirche denkt - und wann sie in den sozialen Medien einschreitet. Energisch, wenn es sein muss.

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