Sascha Ellinghaus

Seelsorger für die Schausteller und Zirkusleute
Pfarrer Ellinghaus tauft Kinder im Zirkuszelt  / © Stefan Nolte
Pfarrer Ellinghaus tauft Kinder im Zirkuszelt / © Stefan Nolte

Pfarrer Sascha Ellinghaus ist seit 2014 Leiter der katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz. Zuvor war er viele Jahre lang neben seinen Kaplan- und Vikars-Stellen ehrenamtlich für die Schausteller im Dienst.

Sein Einsatzgebiet ist deutschlandweit und erfolgt nach Absprache. "Mobile Sakristei" nennt Zirkus- und Schaustellerpfarrer Ellinghaus seinen Transporter. Wenn er im Zirkus oder auf der Kirmes Gottesdienst feiert, muss er alles mitbringen - vom Klapptisch bis zum Segen.

"Die Schausteller fallen durch das übliche Raster - sie haben keine feste Heimatgemeinde und werden von der üblichen Seelsorge nicht erfasst", erklärt der Geistliche. "Weil die Familien ständig unterwegs sind, muss ich regelmäßig aufwendig herausfinden, wo jemand geboren oder getauft wurde." Auch der "Pfarrbrief für die reisende Gemeinde" nimmt einiges an Zeit in Anspruch. 

Zudem stehen regelmäßig Treffen wie die jährliche Tagung der Zirkusseelsorger an. Im Rahmen des berühmten Zirkusfestivals von Monte Carlo tauscht sich Ellinghaus mit seinen europäischen Kollegen aus und knüpft Kontakte mit den Artisten. Auch auf der Fachmesse für Schausteller ist Ellinghaus vertreten. "Durch unsere Anwesenheit zeigen wir, dass wir uns für die Belange der Schausteller interessieren und uns für sie einsetzen", sagt der Geistliche. 

Unterschiede zum normalen Gemeindeleben macht der Geistliche vor allem bei der Art der Glaubensausübung aus. "Die Zirkusleute sind immer auf ihre Wagenburg begrenzt - deswegen wird der Glauben ohne Einfluss von außen in der Familie weitergegeben", erklärt er. 

Quelle:
DBK , DR

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