Niels Stensen

 © Julia Steinbrecht (KNA)

geboren Anfang Januar 1638 in Kopenhagen, wurde nach Abschluss seines medizinischen Studiums 1664 in Leiden/Niederlande zum Dr. med. Promoviert. Als Arzt und Forscher weilte er dann in Paris und Florenz. Nach seiner Konversion 1667 wurde er 1675 Priester. 1677 wurde er von Papst Innozenz XI. zum Apostolischen Vikar der nordischen Mission ernannt und erhielt in Rom die Bischofsweihe. Nach zweijährigem Wirken in Hannover wurde Stensen 1680 Weihbischof in Münster, wo er ein Förderer der katholischen Reform war. Seit 1683 wirkte er in Hamburg und starb am 5. Dezember 1686 in Schwerin. Seine Gebeine wurden 1687 in die Gruft der Mediceer zu Florenz übertragen und dort 1953 erhoben. - Nils Stensen war ein bedeutender Anatom und Geologe, ferner Begründer der Kristallkunde. Als Priester und Bischof war er unermüdlich tätig und führte ein opferbereites, heiligmäßiges Leben. Johannes Paul II. nahm am 23. Oktober 1988 die Seligsprechung vor.

Für "Niels" sind auch folgende Namen gebräuchlich: Niels, Nikolaus Stenonis

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