Martina Wziontek

Architektin und Gründerin des Vereins BURUNDI KIDS
Martina Wziontek / © Ziser/ burundikids (ak)

Die Architektin Martina Wziontek gründete 2003 den gemeinnützigen Verein BURUNDI KIDS. Auslöser war eine Reise im Jahr zuvor, bei der sie die Kriegs- und Krisenfotografin Ursula Meissner nach Ruanda begleitete. Dabei kam sie auch in das kleine Nachbarland. 

Burundi ist ein junges Land, über die Hälfte der Menschen ist jünger als 18 Jahre. Burundi ist ein fruchtbares, grünes Land. "Eigentlich hätten die Menschen alles, was sie brauchen", sagt Martina Wziontek.

Umso bedauerlicher, dass Burundi zu den ärmsten Ländern der Welt gehört. Leider habe die sogenannte westliche Welt, anders als im Nachbarland Ruanda, kein wirtschaftliches Interesse an Burundi, bedauert die Architektin. In der Tat: 2020 war Burundi das Land, über das weltweit am wenigsten berichtet wurde.

In Burundi wurde die Architektin mit Menschen in nackter Not, ohne jede Aussicht auf Besserung, konfrontiert. Dieses übergroße Elend machte Martina Wziontek vor lauter Wut und Ohnmacht sprachlos. 

Martina Wziontek lernte in dem kleinen ostafrikanischen Land die deutsche Krankenschwester Verena Stamm kennen, die schon seit Jahrzehnten in Burundi lebte und sich vor Ort ehrenamtlich engagiert. Weil Verena Stamm sich zum Beispiel den Bau einer Schule für die Kinder dort wünschte, begriff Martina Wziontek: "Als Architektin kann ich ja was tun".

Zurück in Köln machte Martina Wziontek sich an die, durchaus mühsame, Aufgabe, Menschen hier für die Menschen in Not in Burundi zu interessieren. Sie gründete den Verein Burundi Kids, der die Arbeit von Verena Stamm und ihrem Team in Burundi unterstützt. In rund 20 Jahren sind vom Mutterkindheim über Kindergärten und Schulen bis hin zu einer Lehrapotheke viele Projekte erfolgreich realisiert worden.

2021 erhielt Martina Wziontek für ihr Engagement für Kinder in Not von der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker das Bundesverdienstkreuz. 

Stand:
Quelle:
DR