Martin Bartsch

Pastoralreferent und Seelsorger im St. Elisabeth-Krankenhaus Hohenlind

Martin Bartsch ist ein Seelsorger, der den Glauben bewusst im konkreten Leben der Menschen verortet. Seit 2025 arbeitet der gebürtige Kölner als Krankenhausseelsorger im St. Elisabeth-Krankenhaus in Köln-Hohenlind. Dort begegnet er täglich Menschen in Ausnahmesituationen: Krankheit, Leid, Abschied – aber auch Hoffnung und neue Perspektiven prägen seinen Arbeitsalltag.

Geboren 1970 in Köln, führte ihn sein Weg früh zur Theologie. Ein prägender Religionslehrer in der Oberstufe weckte in ihm das Interesse an der Frage nach Gott – nicht nur intellektuell, sondern auch existenziell. Bartsch studierte katholische Theologie in Bonn, Würzburg und Münster und ließ sich anschließend zum Pastoralreferenten ausbilden. Über viele Jahre hinweg war er in verschiedenen Pfarreien des Erzbistums Köln tätig.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit lag lange Zeit in der Ehe- und Familienpastoral. Zwischen 2006 und 2017 begleitete er Paare und Familien, gestaltete spirituelle Angebote und setzte sich intensiv mit Fragen gelingender Beziehungen auseinander. Danach übernahm er Verantwortung in der Ausbildung des kirchlichen Nachwuchses: Als geistlicher Mentor und Leiter des Kölner Mentorats war er bis 2025 für die Begleitung angehender Religionslehrkräfte zuständig.

Parallel dazu entwickelte sich ein weiterer Schwerpunkt seines Wirkens: die geistliche Begleitung. Seit vielen Jahren begleitet Bartsch Menschen in Exerzitien und Einzelgesprächen. Dabei geht es ihm weniger um fertige Antworten als um einen gemeinsamen Suchprozess. "Die Spuren Gottes im eigenen Leben entdecken" – so beschreibt er seinen Ansatz. Inspiriert ist er dabei auch von der Spiritualität des heiligen Ignatius von Loyola, der dazu ermutigt, Gott „in allem“ zu suchen und zu finden.

Seine Arbeit im Krankenhaus führt diese Haltung auf besondere Weise weiter. Hier erlebt Bartsch, wie existenzielle Erfahrungen den Blick auf das Wesentliche schärfen. Liebe und Leid bezeichnet er als "Einfallstore Gottes" in das menschliche Leben. Prägende Erfahrungen wie der Tod seiner Großmutter oder die Geburt seiner Tochter haben ihn in dieser Sicht bestärkt.

Was ihn antreibt, beschreibt Bartsch mit zwei Worten: "Mission Liebe". Gemeint ist damit die Überzeugung, dass Leben gelingen kann, wenn es von Liebe getragen ist – im Alltag, in Beziehungen und im Glauben. Dazu gehört für ihn auch ein klarer Auftrag an Christinnen und Christen heute: Hoffnung zu stiften, Gutes zu sagen und Zuversicht zu leben – gerade in einer Zeit, die von Krisen geprägt ist.

Ausgleich findet Martin Bartsch in der Natur, beim Fahrradfahren oder im eigenen Garten. Kraft schöpft er vor allem aus Gemeinschaft – mit seiner Familie und mit Menschen, die ihm im Glauben verbunden sind.

St. Elisabeth-Krankenhaus Hohenlind

Stand:
Quelle:
DR

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