Isabel Schayani, geboren 1967 in Essen, arbeitet als Fernseh- und Onlinejournalistin für den WDR und moderiert den "ARD Weltspiegel" aus Köln. Seit 2009 arbeitet sie zudem als Kommentarorin für die Tagesthemen, ARD. Seit Januar 2016 fungiert sie als Teamleiterin für WDRforyou -eine Onlineplattform für Menschen, die neu in Deutschland sind.
Nach ihrem Studium der Islamwissenschaft, Neueren Geschichte und Völkerrecht in Bonn und Hospitanzen beim WDR und ZDF (1986-1994), absolvierte Schayani ein Programmvolontariat beim WDR (1994-1996). Im Anschluss arbeitete sie als Redakteurin beim ARD-Morgenmagazin (1996-2001), moderierte Vetro – Café mit Weltblick (2002-2003) und Cosmo-TV fürs WDR Fernsehen (2003-2005), danach war sie Autorin des Politikmagazins MONITOR, ARD (2005-2014). Von 2014 bis 2015 ging sie als ARD-Korrespondentin nach New York, 2017 war sie John F. Kennedy Memorial Policy Fellow am Minda de Gunzburg Center for European Studies an der Harvard-Universität. 2018 bis 2019 war sie Mitglied der Jury des Otto Brenner-Preises.
Die Migration nach Deutschland und Europa ist seit Jahren ihr wichtigstes Thema. Für ihre Berichte und Reportagen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grimme-Preis, dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Sonderpreis, dem Deutschen Sozialpreis und als politische Journalistin des Jahres 2020. Sie ist Gründerin des Online-Programms "WDRforyou".
Veröffentlichungen:
- Christoph Bürgel / Isabel Schayani, (Hrsg.) Der Iran im 19. Jahrhundert und die Entstehung der Bahá'í-Religion, Hildesheim 1998
- In "Nach Deutschland" schildert Schayani fünf bewegende Geschichten von Menschen auf der Flucht nach Deutschland, ihre Hoffnungen, Herausforderungen und Schicksale. Das Buch bietet Einblicke in die persönlichen Erfahrungen von Flüchtlingen und beleuchtet das Thema Migration aus verschiedenen Perspektiven. Im Vordergrund steht dabei die Frage: Wie können wir Flucht und Migration menschlicher organisieren?