Die ehemalige Hofkirche ist flächenmäßig Sachsens größtes katholisches Gotteshaus.
Berühmt ist die Kathedrale auch für ihre Orgel des deutschen Orgelbauers Gottfried Silbermann. Ihren Ursprung hat die Hofkirche im 18. Jahrhundert: Der Sohn Augusts des Starken, Friedrich August II., und seine Gemahlin Maria Josepha ließen sie zwischen 1739 und 1751 nach Plänen des Architekten Gaetano Chiaveri im Stil des römischen Spätbarock. Die Außenfassade mit zahlreichen Figuren gestaltete der Bildhauer Lorenzo Mattielli.
Das Innere der Kirche ist vergleichsweise schlicht gehalten. Auf Deckengemälde und farbige Marmorierungen wurde verzichtet, wodurch die Architektur und der Lichteinfall besonders hervortreten.
Beim Luftangriff auf Dresden am 13. Februar 1945 wurde die Hofkirche schwer zerstört. Bereits wenige Monate später fanden wieder Gottesdienste statt. Das Hauptschiff konnte 1962 erneut genutzt werden. Seit 1980 ist die Kirche Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen.
Zur Ausstattung gehören Werke des Barockbildhauers Balthasar Permoser, darunter die Kanzel sowie Figuren des gegeißelten Christus und der Kirchenväter Ambrosius und Augustinus. Die Silbermann-Orgel wurde im Zweiten Weltkrieg ausgelagert; der zerstörte Orgelprospekt wurde später rekonstruiert.
Unter der Kirche befinden sich die Gruft der katholischen Mitglieder des Hauses Wettin sowie die Bischofsgruft des Bistums Dresden-Meißen. Dort wird auch die Herzkapsel Augusts des Starken aufbewahrt. (Quelle: KNA/Bistum Dresden-Meißen)