Das Zisterzienserkloster Neuzelle

 © Mizkit (shutterstock)

Auf dem Gelände des historischen Zisterzienserklosters Neuzelle südlich von Frankfurt/Oder hat sich 2018 eine Gemeinschaft von derzeit sechs Zisterziensermönchen angesiedelt, die mit dem österreichischen Kloster Heiligenkreuz verbunden ist.
Neuzelle ist eine der wenigen vollständig erhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen in Europa und über 750 Jahre alt Die Mönche wohnen derzeit im katholischen Pfarrhaus der Gemeinde Neuzelle auf dem Klostergelände, das von der Landesstiftung Stift Neuzelle verwaltet wird. Der Orden plant den Neubau eines Klosters auf einem Grundstück in der Ortslage Treppeln, das sie von der Stiftung zu diesem Zweck kaufen wollen.
Die Zisterzienser gehören zu den strengsten Orden der katholischen Kirche. Benannt ist der benediktinische Reformorden nach dem 1098 gegründeten Kloster Citeaux bei Dijon. Die hierarchisch-feudale Gliederung unter ein Mutterkloster wie Cluny lehnten die Zisterzienser ab; jedes Kloster ist völlig selbstständig.
Heute leben in mehr als 300 Klöstern der beiden Orden weltweit rund 4.000 Mönche und 2.300 Schwestern. In Deutschland gibt es derzeit das Trappistenkloster Mariawald, drei Männerklöster der Zisterzienser - Himmerod in der Eifel, Langwaden am Niederrhein und Marienstatt im Westerwald - sowie ein Priorat Bochum-Stiepel. In den fünf deutschen Frauenabteien leben zurzeit rund 190 Schwestern. Im Oktober 2017 wurde beschlossen, die Abtei Himmerod aufzulösen. (kna/Stand 2018)