Der Familienbund der Katholiken hat die Bundesregierung davor gewarnt, weiter beim Elterngeld zu sparen.
Das setze ein falsches Signal und werfe grundlegende Fragen nach den politischen Prioritäten auf, sagte dessen Präsident Ulrich Hoffmann der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Statt Familien zu stärken und dem demografischen Wandel aktiv zu begegnen, drohe zusätzliche Verunsicherung für Eltern und damit eine weitere Hürde für die Entscheidung, Kinder zu bekommen. Am heutigen 15. Mai ist der internationale Tag der Familie.
Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) ihre Haushaltskürzungen durch Einsparungen beim Elterngeld erreichen will. Die Rede ist von 500 Millionen Euro jährlich. Bereits Priens Amtsvorgängerin Lisa Paus (Grüne) hatte die Leistung gekürzt. Damals verloren Paare mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von mehr als 175.000 Euro ihren Anspruch darauf.
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Eltern bräuchten Planungssicherheit, gerade in einer Phase, in der sie Verantwortung für ein Kind übernehmen wollen, so Hoffmann. Steigende Mieten, fehlende Betreuungsplätze, unzuverlässige Betreuungszeiten und nun mögliche Kürzungen beim Elterngeld verschärften die ohnehin angespannte Lage vieler Familien.
Die vielzitierte Vereinbarkeit von Familie und Beruf dürfe kein bloßes Versprechen bleiben. Er verwies darauf, dass die Zahl der Geburten mit 1,35 Kindern pro Frau einen historischen Tiefstand erreicht habe.