Der Papst dankte den Familien der Gardisten und sprach den frisch vereidigten Männern seine Achtung und Dankbarkeit aus. Ihr abgelegter Eid zeuge von einer Treueverpflichtung, die aus jugendlicher Begeisterung sowie dem Glauben an Gott und der Liebe zur Kirche entspringe.
Den Heiligen Vater schützen
Christoph Graf, Kommandant der Schweizergarde, sagte in seiner Ansprache, Dienen werde heute fälschlicherweise mit etwas Niedrigem oder Erniedrigendem gleichgesetzt. Doch es gehöre "zum Kern des Menschseins", für andere da zu sein: "Erst indem wir unsere Talente für andere einsetzen, entfalten wir uns wirklich", betonte der Kommandant. Wer diene, wisse stets, dass er nicht über jenen stehe, denen sein Einsatz gelte. Für die Gardisten bedeute dies konkret, den Heiligen Vater mit ganzer Kraft zu unterstützen und ihn zu schützen.
Der Termin der Feier hat symbolische Bedeutung, denn der 6. Mai ist der Jahrestag des Sacco di Roma im Jahr 1527, als 147 Schweizergardisten ihr Leben ließen, um Papst Clemens VII. zu schützen.