03.05.2026 | 18:00 - 19:00 | Musica

Zum "Wonnemonat" Mai gehört auch marianische Musik

Die Himmelskönigin

Statue der Gottesmutter Maria / © Tanakorn Moolsarn (shutterstock)
Statue der Gottesmutter Maria / © Tanakorn Moolsarn ( shutterstock )

Sendung

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Für den Mai ist aus katholischer Sicht die Tradition wichtig, dass in diesem Monat besonders der Gottesmutter Maria etwa in Maiandachten gedacht wird. Im Laufe der Jahrhunderte wurde auch sehr viel Musik zu und über Maria komponiert.

Die blühenden Pflanzen, das angenehme Wetter und die Frische der Natur wird mit Maria assoziiert. So gibt es in diesem Monat zahlreiche Marienandachten, Rosenkranzgebete und Wallfahrten rund um die Gottesmutter Maria. Sie wird in der christlichen Spiritualität als die "schönste Blume" und "geheimnisvolle Rose" verehrt, die dem Neubeginn der Natur im Frühling entspricht.

Das "Magnifikat" ist der zentrale Marientext im Neuen Testament der Maria. Die Worte stammen direkt von ihr, sie spricht diesen Lobpreis bei ihrem Besuch bei ihrer Cousine Elisabeth. Der Lobpreis Mariens bei Elisabeth umfasst neun Abschnitte. "Meine Seele preist die Größe des Herrn", so beginnt die deutsche Übersetzung. Zentral in dem Gebet ist der Gedanke, dass das Handeln Gottes an Maria und seinem Volk Israel gut ist, das er den Schwachen hilft und die Mächtigen stürzt. 

Denkmal von Felix Mendelssohn Bartholdy in Düsseldorf / © Maiko33 (shutterstock)
Denkmal von Felix Mendelssohn Bartholdy in Düsseldorf / © Maiko33 ( shutterstock )

Dieser Lobpreis wird beispielsweise in der Stundenliturgie der Katholischen Kirche in der Vesper gebetet. Felix Mendelssohn Bartholdy schrieb während seiner Jugendzeit eine Vertonung. Sein Magnifikat in D komponierte Mendelssohn im Alter von 13 Jahren. In dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit der Tradition der Kirchenmusik, studierte also die Musik von Bach, Händel oder auch Palestrina.

Zur Osterzeit gehört auch ein besonderes Gebet, das "Regina coeli", oder "Regina caeli". Das ist ein Gebet, mit dem die Gottesmutter Maria angerufen wird und zugleich eine so genannte marianische Antiphon für die Osterzeit.  Der Text und die auf Gregorianik basierende Melodie sind seit dem 12. Jahrhundert überliefert. 

Theologisch handelt es sich bei "Regina Caeli" um einen marianischen Ehrentitel für Maria als Mutter von Jesus Christus, die mit hymnischen Worten in dem Text verehrt wird. Dass das Gebet in die Osterzeit gehört, lässt sich auch textlich leicht nachvollziehen, denn in der deutschen Übersetzung des lateinischen Textes heißt es zum Beispiel: "Jesus ist auferstanden, wie er gesagt, bitt Gott für uns".

In der Sendung Musica erklingt im Radioprogramm von DOMRADIO.DE ab 18 Uhr eine Vertonung von Michael Haydn. 

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