"Wir sehen täglich, wie brüchig Frieden, Stabilität und die Bedeutung von existenziellen Menschenrechten in dieser Welt geworden sind", sagte der Leiter des Berliner Büros des Entwicklungshilfswerks, Jonas Wipfler, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin.
Am Mittwoch will Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) die Eckwerte für den Haushalt 2027 vorstellen. Bereits in den vergangenen Jahren hatte die Bundesregierung die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe deutlich reduziert.
Deutschland ist ein großer Geber
"Der Krieg am Golf verdeutlicht, wie fehlgeleitet die Kürzungen der deutschen Mittel in Zeiten zunehmender Krisen und Konflikte sind. Die Leidtragenden sind vor allem die Menschen in den ärmsten Ländern weltweit", klagte Wipfler. Es brauche nicht weniger, sondern mehr Engagement für die Bekämpfung von Armut und die Stabilisierung von Partnerschaften weltweit.
Deutschland habe eine gewachsene Bedeutung als eines der größten Geberländer. "Menschenwürde und Menschenrechte lassen sich nicht in Abwesenheit verteidigen", so Wipflers Appell.