Goldenstein-Nonnen sind wohl doch nach Rom gereist

Kritik an Vorgesetztem

Erst haben die Goldenstein-Nonnen ihre Rom-Reise abgesagt, dann meldete Propst Markus Grasl ihr Verschwinden. Jetzt ist klar, dass die drei Ordensfrauen den Papst in Rom treffen. Im Gepäck haben sie scharfe Kritik.

Die Goldensteiner Augustiner-Chorfrauen im Chorherrenstift Reichersberg (Archiv) / © Hans Hathayer (Stift Reichersberg)
Die Goldensteiner Augustiner-Chorfrauen im Chorherrenstift Reichersberg (Archiv) / © Hans Hathayer ( )

Die drei Augustiner-Chorfrauen aus dem österreichischen Kloster Goldenstein sind nun doch nach Rom gereist. Die Ordensfrauen werden am Mittwoch an der Generalaudienz von Papst Leo XIV. im Vatikan teilnehmen, wie ihre Helfer am selben Tag ankündigten.

Am Dienstag war bekanntgeworden, dass der Vatikan den Erzabt Jakob Auer als Vermittler für den seit 2025 schwelenden Klosterstreit eingesetzt hat. In diesem Zuge teilten die Schwestern mit, ihre Reise abgesagt zu haben.

Schwester Regina (v.l.n.r.), Schwester Bernadette und Schwester Rita im Kloster Goldenstein bei Salzburg (Österreich) / © Benedikt Heider (KNA)
Schwester Regina (v.l.n.r.), Schwester Bernadette und Schwester Rita im Kloster Goldenstein bei Salzburg (Österreich) / © Benedikt Heider ( KNA )

Wenige Stunden später meldete der Vorgesetzte der Schwestern, Propst Markus Grasl, die betagten Nonnen seien aus ihrem Kloster verschwunden. Nun kritisieren die Schwestern die verbreitete Presseinformation: Sie entbehre jeder Grundlage, hieß es. Der neue vatikanische Vermittler sei über sämtliche Schritte der Schwestern informiert gewesen. 

Der Fall Goldenstein

Das Schicksal der Goldenstein-Nonnen, die alle über 80 Jahre alt sind, hatte in den vergangenen Monaten international für Schlagzeilen gesorgt. Ihren Fall verfolgten auch Tausende Interessierte auf Instagram.

Anfang September waren sie gegen den Willen Grasls aus einem Seniorenheim in ihr früheres Kloster zurückgekehrt. Das Gebäude gehört seit 2022 dem Erzbistum Salzburg und dem Stift Reichersberg.

Die Schwestern geben an, ihnen sei ursprünglich ein lebenslanger Verbleib zugesagt worden; nach Krankenhausaufenthalten mussten sie Ende 2023 dennoch in ein Heim übersiedeln.

Quelle:
KNA