DOMRADIO.DE: Was bedeutet es, eine Gemeinschaft zu sein, die sich als digitaler Raum versteht, in dem Menschen ihren Alltag und Glauben miteinander teilen können?
Ida Haurand (Referentin im Erzbistum Köln): Als Community möchten wir einen offenen Raum schaffen, in dem sich Menschen frei und unabhängig von lokaler Kirchenzugehörigkeit über ihren Glauben austauschen können. Die Menschen sollen die Möglichkeit haben, über ihre Herausforderungen und ihren Alltag zu sprechen und auf diese Weise ein Stück ihres Lebens miteinander zu teilen.
DOMRADIO.DE: "DA-ZWISCHEN" gibt es schon seit knapp zehn Jahren. Was hat die Community in dieser Zeit erreicht?
Haurand: Das ist total spannend. In den letzten zehn Jahren haben uns etwa 4.500 Menschen auf unserem Weg begleitet. Sie konnten auf Nachrichten antworten, Rückmeldung geben und sich allgemein austauschen. Diese Menschen sind jetzt in die App umgezogen, um dort enger miteinander im Gespräch zu sein. Dort ist das Interagieren einfacher. Wir sind stolz darauf, dass wir über zehn Jahre hinweg so viele Menschen begleiten durften und sich daraus eine Gemeinschaft entwickelt hat, die gemeinsam ihren Glauben teilt.
DOMRADIO.DE: Handelt es sich um Menschen aus allen Altersgruppen?
Haurand: Es handelt sich um ganz unterschiedliche Menschen aus dem deutschsprachigen Raum. Auch eine große Gruppe aus dem Erzbistum Köln ist dabei. Aber ansonsten sind die Menschen sehr divers vom Alter her: von Jugendlichen bis hin zu Senioren. Aktuell stellen wir jedoch einen Schwerpunkt in der Gruppe der plus-minus-vierzigjährigen fest.
DOMRADIO.DE: Seit wenigen Tagen ist "DA-ZWISCHEN" auch als App verfügbar. Wie kam es dazu?
Haurand: Das war ein Prozess bei uns in der Gruppe. Wir haben uns immer wieder gefragt, wie wir noch besser mit den Menschen interagieren können? Gleichzeitig haben wir in unserer eigenen Lebenswelt festgestellt, dass die Sozialen Medien kein sicherer Raum sind, um sich über Glaubensfragen auszutauschen.
Daher hatten wir eine Klausur. Dort haben wir überlegt, wie es weitergehen kann. Vor allem haben wir auch unsere eigenen Erfahrungen mit Social Media eingebracht. Dadurch haben wir gemerkt, dass wir einen eigenen Raum erschaffen möchten, und sind dann so in dem Prozess letztendlich auf die App gekommen.
Das Interview führte Carsten Döpp.