Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki unterstützt das Anliegen der Demonstration, ein Zeichen für die Schöpfungsverantwortung zu setzen. Woelki ermutigt Christinnen und Christen, sich an der Demonstration zu beteiligen und kirchlichen Klimaschutz in der Gesellschaft sichtbar zu machen. In einer Pressemitteilung des Erzbistums Köln betont Woelki, dass die katholische Kirche Verantwortung für das Geschenk der Schöpfung trage. „Dazu gehört auch ein planmäßiger und gerechter Ausstieg aus den fossilen Energien, die den Klimawandel mit seinen zum Teil lebensbedrohlichen Folgen weiter antreiben“, so der Kardinal.
Woelki fordert in dem Statement, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen, um so eine saubere und bezahlbare Energieversorgung weltweit zu ermöglichen. Sein Erzbistum Köln leiste mit eigenen diözesanen Energieprojekten, wie dem Ausbau von Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen, bereits einen Beitrag zur Energiewende.
Klimaschutz in der Weltkirche
Auch die Weltkirche stehe hinter dem Klimaschutz, betont der Kölner Erzbischof, so hätten die Bischofskonferenzen Asiens, Lateinamerikas und Afrikas in ihrem Manifest zur anstehenden Fossil Fuel Treaty-Konferenz in Kolumbien bereits den Ausstieg aus fossilen Energien gefordert. Auf diesen Kontinenten seien die negativen Auswirkungen des Klimawandels schon jetzt deutlich spürbar, betont der Kardinal.
In deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg, München und Köln haben verschiedene Initiativen und zivilgesellschaftliche Gruppen für Samstag zu Demonstrationen aufgerufen. Damit wollen sie den Ausbau erneuerbarer Energien einfordern. Grund dafür ist die Energiekrise sowie die Befürchtung, dass die Bundesregierung mit ihrer neuen Kraftwerk-Strategie den Ausbau von Wind- und Solarenergie verlangsamt. Der Ausbau erneuerbarer Energien könne langfristig zur Stabilisierung von Energiepreisen beitragen und neue Arbeitsplätze schaffen, so die Veranstalter der Demonstration.