Erzbischof Gössl kritisiert Politik mit Krieg und Drohung

Papst als Stimme für den Frieden

Gewalt und Drohungen widersprechen dem Evangelium, der Würde des Menschen und fördere eine "Kultur des Todes", sagt der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl. Papst Leo XIV. ist er dankbar für dessen klare Worte.

Erzbischof Herwig Gössl / © Katharina Gebauer (KNA)
Erzbischof Herwig Gössl / © Katharina Gebauer ( KNA )

Wer versucht, Konflikte mit Macht, Drohungen und Krieg zu lösen, stellt sich gegen die Lehre des Evangeliums: Davon ist der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl überzeugt. 

"Wenn führende Politiker mit der Vernichtung von Zivilisationen drohen und eine Sprache und Haltung fördern, die Spaltung vertieft und militärische Lösungen begünstigt, ist das aus christlicher Sicht entschieden zurückzuweisen", sagte Gössl dem "Focus".

Warnung vor "Kultur des Todes"

Eine derartige Politik widerspreche der Würde des Menschen und fördere eine "Kultur des Todes", so Gössl. Er sei Papst Leo XIV. dankbar, dass er seine Stimme für den Frieden erhebe, erklärte der Erzbischof. Dieser habe unmissverständlich daran erinnert, dass jede Form von Gewaltpolitik den Frieden untergrabe und das Leben unschuldiger Menschen aufs Spiel setze.

Erzbistum Bamberg

Das Bistum Bamberg wurde auf die Initiative von König Heinrich II. hin bei der Reichssynode in Frankfurt gegründet. Erster Bischof von Bamberg war Eberhard I., der dieses Amt von 1007 bis 1040 innehatte. Mit dem Bistum Bamberg ins Leben gerufen wurde das Domkapitel, das den Heiligen Georg als Patron wählte.

Beim 4. Laterankonzil 1215 erlangte das Domkapitel das alleinige Bischofswahlrecht und beanspruchte die Mitregierung des Hochstifts und der Diözese.

Blick auf die Bamberger Altstadt / © saiko3p (shutterstock)
Blick auf die Bamberger Altstadt / © saiko3p ( shutterstock )
Quelle:
KNA