Das Streben nach der Wahrheit ist aus Sicht von Papst Leo XIV. aktuell besonders bedeutsam. Auf dem Flug von der algerischen Hauptstadt Algier nach Kamerun am Mittwoch machte er sich zudem für Respekt für alle Völker stark – trotz aller Unterschiede. Es gelte, Brücken zu bauen und den Dialog aller Menschen zu fördern. Leo XIV. äußerte sich nach der ersten Station seiner elftägigen Afrikareise. Fragen von Journalisten waren nach dem knapp vierminütigen Statement nicht zugelassen.
Innerhalb von zwei Tagen hatte der Papst zahlreiche Termine in Algier und in Annaba, der zweitgrößten Stadt des Landes, absolviert. Am Montag stand der Dialog zwischen Christen und Muslimen im Mittelpunkt, die in Algerien die Mehrheit bilden.
An Bord des Flugzeugs verdeutlichte Leo XIV. mit Blick auf seinen Besuch am Montag in der größten Moschee Afrikas: "Trotz unterschiedlichen Glaubens, einer anderen Art der Anbetung und eines anderen Lebensstils können wir zusammen in Frieden leben." Diese Sichtweise müsse heute in der Welt verbreitet werden.
Erinnerungen an den heiligen Augustinus
Leo XIV. dankte der christlichen Minderheit Algeriens, die im Fokus des zweiten Reisetages stand. Am Dienstag besuchte der Papst die Überreste der antiken Küstenstadt Hippo regius. Dort hatte sein geistlicher Vater, der heilige Augustinus (354-430), über 30 Jahre seinen Bischofssitz. Der aktuelle Papst trat vor fast 50 Jahren in den Augustinerorden ein und beschrieb im Flugzeug den Kirchenlehrer als eine sehr wichtige Person – sowohl aus historischer Betrachtungsweise als auch aus aktueller.
Nicht nur Christen in Algerien ehrten und respektierten die Erinnerung an den Heiligen als einen der großen Söhne des Landes, so das Kirchenoberhaupt. Für Leo XIV. selbst war der Besuch von Augustinus' früherer Wirkungsstätte ein besonderer Segen, sagte er.
Zweite Station: Kamerun
Nach der Visite im muslimischen Algerien traf Leo XIV. am Mittwochnachmittag im mehrheitlich christlichen Kamerun ein. Im Rahmen seiner Afrikareise besucht der Papst außerdem Angola und Äquatorialguinea. Am 23. April wird er in Rom zurückerwartet.