Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) fordert von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eine sozial ausgewogene Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Die geplanten Änderungen würden viele Menschen vor Herausforderungen stellen, sagte ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp am Mittwoch. "Es wird eine zentrale Aufgabe der Gesundheitsministerin sein, dabei für sozial gerechte Be- und Entlastungen zu sorgen."
Mit Blick auf die vorgesehene Entlastung bei der Mineralölsteuer formulierte die Präsidentin des höchsten katholischen Laiengremiums in Deutschland die Erwartung, dass die Ölkonzerne die zweimonatige Steuersenkung komplett an die Verbraucher weitergeben. "Im Kern brauchen wir allerdings einen konsequenten Umbau des Energiesektors", so Stetter-Karp. "Wir müssen die Energiekrise, in der wir jetzt stecken, als Weckruf verstehen. Erneuerbare Energien, Sonne, Wind und Wasser sind unsere Zukunft."
Die von der schwarz-roten Bundesregierung angekündigten Reformen zielten zwar auf zentrale Themenfelder ab, erklärte die ZdK-Präsidentin. Sie reichten aber nicht aus, um eine nachhaltige und zukunftsfähige Klima- und Sozialpolitik zu gestalten.