Katholische Laien fordern gerechte Gesundheitsreform

"Sozial ausgewogen"

Die Regierung will die Bürger mit Tankrabatt, Energieprämie und Steuerreform entlasten. Zugleich stehen höhere Kosten für Krankenversicherte und Patienten im Raum. Katholische Laien erwarten daher mehr von der Koalition.

Pflegepersonal im Krankenhaus / © Rob Engelaar/ANP (dpa)
Pflegepersonal im Krankenhaus / © Rob Engelaar/ANP ( dpa )

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) fordert von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eine sozial ausgewogene Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Die geplanten Änderungen würden viele Menschen vor Herausforderungen stellen, sagte ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp am Mittwoch. "Es wird eine zentrale Aufgabe der Gesundheitsministerin sein, dabei für sozial gerechte Be- und Entlastungen zu sorgen."

Irme Stetter-Karp / © Dieter Mayr (KNA)
Irme Stetter-Karp / © Dieter Mayr ( KNA )

Mit Blick auf die vorgesehene Entlastung bei der Mineralölsteuer formulierte die Präsidentin des höchsten katholischen Laiengremiums in Deutschland die Erwartung, dass die Ölkonzerne die zweimonatige Steuersenkung komplett an die Verbraucher weitergeben. "Im Kern brauchen wir allerdings einen konsequenten Umbau des Energiesektors", so Stetter-Karp. "Wir müssen die Energiekrise, in der wir jetzt stecken, als Weckruf verstehen. Erneuerbare Energien, Sonne, Wind und Wasser sind unsere Zukunft."

Die von der schwarz-roten Bundesregierung angekündigten Reformen zielten zwar auf zentrale Themenfelder ab, erklärte die ZdK-Präsidentin. Sie reichten aber nicht aus, um eine nachhaltige und zukunftsfähige Klima- und Sozialpolitik zu gestalten.

Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist das höchste repräsentative Gremium des deutschen Laien-Katholizismus. Es vertritt die katholischen Laien bei der gesellschaftlichen Meinungsbildung und ist das von der Bischofskonferenz anerkannte Organ zur Koordinierung des Laienengagements in der Kirche. Allerdings melden sich immer wieder auch einige katholische Laien und Vereinigungen zu Wort, die das ZdK nicht als ihre Vertretung verstehen.

Das Kreuz des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)  / © Harald Oppitz (KNA)
Das Kreuz des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA