Nur 29 Prozent der Jugend in Österreich vertrauen Kirchen und Religionsgemeinschaften, doch viele halten an religiösen Traditionen und klassischen Lebenszielen fest. Das geht aus der aktuellen Ö3-Jugendstudie des Österreichischen Rundfunks (ORF) hervor.
Die junge Generation hat demnach ein distanziertes Verhältnis zur institutionellen Religion. 71 Prozent der 16- bis 25-Jährigen geben an, Religionsgemeinschaften wenig oder gar nicht zu vertrauen. Auch die religiöse Praxis in Österreich ist rückläufig: 15 Prozent besuchen regelmäßig Gottesdienste.
Bedeutung von Traditionen und Ritualen
Gleichzeitig bleibt Religion im Privaten präsent. Traditionen, Rituale und klassische Werte behalten für viele junge Menschen Bedeutung, so die Umfrage. Zwei Drittel der jungen Menschen sehen sich in Zukunft verheiratet, ähnlich viele wünschen sich Kinder. Halt finden sie vor allem in Familie und Freundeskreis.
Die Studie basiert auf einer Online-Befragung von rund 19.500 jungen Menschen im März 2026. Davon waren 13.500 in der Kernzielgruppe (16-25 Jahre). Den 16- bis 25-Jährigen wurden Fragen zu allen Lebensbereichen gestellt. Mit dem Ziel, ein aktuelles Bild ihrer Generation zu zeichnen. Die Ö3-Jugendstudie wird jedes Jahr durchgeführt. Ein Pool an Basis-Fragen ermöglicht langfristige Vergleiche von Einstellungen und Werten.