Kardinal Woelki unterstützt Friedensgebet-Anliegen von Papst Leo XIV.

Beten für den Libanon

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki unterstützt den Aufruf von Papst Leo XIV. zu einem Friedensgebet für den Libanon. Das Kirchenoberhaupt hatte zuvor für Samstag um 18 Uhr zum großen Friedensgebet aufgerufen.

Ein Mann steht in Beirut im Libanon in einem zerstörten Gebäude, das am Mittwoch bei einem israelischen Luftangriff getroffen wurde / © Emilio Morenatti/AP (dpa)
Ein Mann steht in Beirut im Libanon in einem zerstörten Gebäude, das am Mittwoch bei einem israelischen Luftangriff getroffen wurde / © Emilio Morenatti/AP ( dpa )

"Angesichts der dramatischen Lage im Libanon bitte ich die Gläubigen in unserem Erzbistum, dem Aufruf von Papst Leo zu folgen und sich im Gebet mit den Menschen vor Ort zu verbinden", erklärte der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki laut einer Mitteilung des Erzbistums Köln. 

Weiter sagte Kardinal Woelki demnach: "Es ist wichtig, dass wir den leidgeprüften Menschen im Libanon unsere Solidarität zeigen. Die täglichen Berichte über Gewalt, Zerstörung und das Leid unschuldiger Menschen erschüttern mich immer wieder zutiefst."

Sorge um die Menschen im Libanon

Zugleich äußerte Kardinal Woelki große Besorgnis über die anhaltende Eskalation der Gewalt im Libanon. Besonders betroffen sei der Süden des Landes, darunter auch die Stadt Tyros, in der sowohl eine maronitische als auch eine melkitische Diözese beheimatet sind. 

Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln, am 12.03.2025 im Kloster Steinfeld in der Eifel. / © Nicolas Ottersbach (DR)
Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln, am 12.03.2025 im Kloster Steinfeld in der Eifel. / © Nicolas Ottersbach ( DR )

"Dort drohen Vertreibung und dauerhafte Besetzung - mit gravierenden Folgen für die christlichen Gemeinschaften und die gesamte Bevölkerung", so Woelki.

Aufruf zu Dialog und politischem Engagement

Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen begrüßt Kardinal Woelki die Waffenruhe mit dem Iran sowie die diplomatischen Bemühungen der Bundesregierung. 

Papst Leo XIV.  beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz / © Alessandra Tarantino/AP (dpa)
Papst Leo XIV. beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz / © Alessandra Tarantino/AP ( dpa )

Zugleich appelliert er an die politisch Verantwortlichen, ihr Engagement auszuweiten: "Der eingeschlagene Weg des Dialogs ist ein wichtiges Signal. Ich hoffe, dass die Bundesregierung ihren Einfluss nutzt, um auf eine Deeskalation im Libanon hinzuwirken und weiteres Leid zu verhindern."

Gebet als Zeichen der Solidarität

Das von Papst Leo initiierte gemeinsame Friedensgebet sei ein wichtiges Zeichen weltweiter Solidarität mit den Menschen im Libanon. "Im Gebet bringen wir unsere Hoffnung vor Gott und stehen an der Seite derer, die unter Krieg und Zerstörung leiden", so Woelki. 

Mit Blick auf die zahlreichen Kriege in der Welt hatte Papst Leo XIV. zuvor an Ostern bereits zu einem großen Friedensgebet im Petersdom aufgerufen. 

Am Mittwoch teilte der Vatikan nun mit, die Gebetswache unter Leitung von Leo XIV. finde am Samstag (11. April) um 18 Uhr in der Basilika statt. Papst Leo erneuerte dann in der Generalaudienz am Mittwochmorgen seine Einladung, einen Moment des Gebetes für den Frieden mit ihm zu teilen.

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