Theologen diskutieren Religion im Kontext von Militarismus

Geopolitische Spannungen und neue Kriege

Internationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Kirche beraten im Juli in Kroatien über die Rolle religiöser Gemeinschaften in einer Zeit des Militarismus. Dazu lädt der Erzbischof Mate Uzinic ein.

Lovran in Kroatien ist Gastgeber des Mittelmeer-Treffens / © Ivan Klindic (shutterstock)
Lovran in Kroatien ist Gastgeber des Mittelmeer-Treffens / © Ivan Klindic ( shutterstock )

Das teilte das Erzbistum der kroatischen Hafenstadt Rijeka mit. 

In den vergangenen Jahren zählten zu den Teilnehmenden der "Mediterranen Theologischen Begegnungen" unter anderem der englische Kardinal Timothy Radcliffe und die Untersekretärin des vatikanischen Synodensekretariats, Nathalie Becquart. Auch die deutsche Sozialethikerin Marianne Heimbach-Steins sowie der tschechische Soziologe und Theologe Tomas Halik waren dabei. 

Friedensverkündung im Zeitalter des Militarismus

Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Thema der Friedensverkündung im Zeitalter des Militarismus. Geopolitische Spannungen Angesichts neuer Kriege, wachsender geopolitischer Spannungen und zunehmender Aufrüstung soll erörtert werden, welche Rolle religiöse Gemeinschaften für Frieden und Versöhnung spielen können - insbesondere im Mittelmeerraum als Raum von Begegnung, Konflikt und Dialog. 

Zu den Referierenden zählen unter anderem die Politologin Sihem Djebbi (Paris), der orthodoxe Bischof Grigorije Duric (Düsseldorf), der Ethiker Stipe Odak (Louvain) und die Theologin Viola Raheb (Wien). Das einwöchige Programm findet vom 12. bis 18. Juli im Küstenort Lovran statt. 

Es richtet sich an Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen der Theologie verschiedener Konfessionen sowie an muslimische Theologinnen und Theologen. Die Arbeitssprache ist Englisch, die Zahl der Teilnehmenden ist auf 40 begrenzt. Bewerbungen sind bis zum 15. April 2026 online möglich. 

Rijeka - Kulturhauptstadt Europas 2020

Die nordkroatische Hafenstadt Rijeka mit ihrer Nähe zu Italien und Slowenien ist eine der Kulturhauptstädte Europas 2020 - gemeinsam mit dem irischen Galway. Das an der Adria gelegene Rijeka, auch Fiume genannt, ist mit etwa 120.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes. Sie verfügt nicht nur über einen wichtigen Hafen, sondern ist zudem Universitäts- und Kulturstandort mit einem bekannten Karneval. Außerdem ist sie katholisches Erzbistum und eine Stadt des Transits und des Strukturwandels.

Kroatien tritt der EU bei (dpa)
Kroatien tritt der EU bei / ( dpa )
Quelle:
KNA