Erzbischof Koch sieht Ostern als Zeichen der Hoffnung

"Wir hoffen auf den Auferstandenen"

In einer Zeit voller Krisen und Gewalt ist Ostern ein Signal für Hoffnung und den Einsatz für Mitmenschen, so der Appell des Berliner Erzbischofs Heiner Koch. Das Fest sporne zum Einsatz für den Frieden in der Welt an.

Erzbischof Heiner Koch (Archivbild) / © Carsten Koall (dpa)
Erzbischof Heiner Koch (Archivbild) / © Carsten Koall ( dpa )

Ostern ist laut dem katholischen Berliner Erzbischof Heiner Koch ein Signal für Hoffnung und die Bereitschaft, sich für andere Menschen einzusetzen. "Gerade in einer Zeit mit so viel Krieg und Elend, in einer Zeit gefüllt mit so viel Verzweiflung und Wirrsinn, in einer Zeit der Gewalt und des Terrors bekennen und hoffen wir auf den Auferstandenen", sagte Koch in seiner Osterbotschaft. Die Christen feiern an Ostern die Auferstehung Jesu von den Toten.

Erzbischof Heiner Koch / © Julia Steinbrecht (KNA)
Erzbischof Heiner Koch / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Jesus sei "in dieser oft so furchtbaren und widersprüchlichen Welt" unter den Menschen: "Das ist unsere Hoffnung, das kann uns Kraft geben, uns für das Leben eines jeden Menschen in all seinen Lebensphasen und Lebenssituationen einzusetzen", so Koch. 

Zugleich sporne es zum Einsatz für den Frieden in der Welt an. Die Botschaft der Auferstehung sei, dass sich Jesus niemals zurückziehe und die Menschen nicht allein lasse: "Damals nicht am Ostertag und heute nicht im Jahr 2026."

Offen sein für Gott

Oft würden Menschen im täglichen Leben nur das sehen, was sie auch erwarten. "Ostern stellt uns die Frage, ob wir ganz konkret Gott in unserem Leben wirklich erwarten oder ob wir die Möglichkeit, Gott in unserem Leben zu sehen und ihn wahrzunehmen, für eine fixe Idee und eine Illusion halten", erklärte der Erzbischof. Es komme darauf an, Gott im eigenen Leben zu entdecken und dafür offen zu sein. Oft sei er besonders in dunklen und herausfordernden Situationen spürbar.

Erzbistum Berlin

Das Erzbistum Berlin umfasst das Land Berlin, den größten Teil Brandenburgs sowie Vorpommern und einen kleinen Teil Sachsen-Anhalts. In seinen Kirchengemeinden leben rund 342.000 Katholiken. In seiner jetzigen Form wurde das Erzbistum 1994 errichtet. 

Die historischen Wurzeln der Erzdiözese reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück. Die alten Bistümer Brandenburg, Havelberg, Kammin und Lebus gingen während der Reformation unter; erst im 18. Jahrhundert gab es wieder eine nennenswerte katholische Minderheit in der Region. 

Hedwigskathedrale / © Kristian Barthen (KNA)
Hedwigskathedrale / © Kristian Barthen ( KNA )
Quelle:
KNA