Würzburger Frankenapostel nun als Playmobil-Figuren erhältlich

Drei Männer, ein Boot und eine Mission

Es sind drei Männer, die im Boot übers Wasser schippern. Die Heiligen und Frankenaposteln Kilian, Kolonat und Totnan sind ab sofort als limitierte Playmobil-Sonderedition erhältlich. Das Bistum Würzburg erinnert damit an seine Patrone.

Würzburger Bischof Franz Jung hält Playmobilfiguren der Frankenapostel, am 27. März 2026 in Würzburg / © Hannah Krewer (KNA)
Würzburger Bischof Franz Jung hält Playmobilfiguren der Frankenapostel, am 27. März 2026 in Würzburg / © Hannah Krewer ( KNA )

Kaufen kann man die Figuren in der Würzburger Dominfo und im Internet. Bei sich tragen die Patrone des Bistums Würzburg ein Schwert, eine Bibel, einen Messkelch und im Fall des Kilian einen Bischofsstab sowie eine Mitra. 

Sie sind den Figuren der Heiligen im Würzburger Neumünster nachempfunden. Jedem Set liegt eine kurze Erklärung auf Deutsch und Englisch bei.

Frankenapostel Kilian (stehend, Figur angelehnt an Bischof Kilian), Kolonat und Totnan als Playmobilfiguren sitzen in einem Boot und rudern / © Hannah Krewer (KNA)
Frankenapostel Kilian (stehend, Figur angelehnt an Bischof Kilian), Kolonat und Totnan als Playmobilfiguren sitzen in einem Boot und rudern / © Hannah Krewer ( KNA )

Die Figuren und das Bild auf der Verpackung sollten an den Weg erinnern, den die drei Mönche einst über das Meer nach Franken genommen hätten, sagte der Würzburger Bischof Franz Jung am Freitag bei der Präsentation der Figuren im Neumünster, wo die Gebeine der drei Heiligen liegen. 

Sie zeigten, dass bei den Menschen etwas ankommen könne, wenn andere sich auf den Weg machten und andere bereit seien, es aufzunehmen. Auch heute gehe es darum, Christus zu den Menschen zu bringen. Daher stünden die Sets unter dem Motto "Glaube kommt an".

Playmobil-Figuren mit kirchlichem Hintergrund

Die Frankenapostel sind nicht die ersten Playmobil-Figuren mit einem kirchlichen Hintergrund. Die meistverkaufte Figur ist der Reformator Martin Luther. Auch verschiedene Ordensleute sind erhältlich sowie der heilige Kaiser Heinrich II. und dessen Frau Kunigunde. 

Diese präsentierte das Erzbistum Bamberg zum Heinrichsfest 2023. Auch eine Kirche, die Arche Noah und eine Weihnachtskrippe zogen schon in die Playmobil-Welt ein.

Zwei Jahre Entwicklung der Figuren

Die Würzburger Idee stammt den Angaben zufolge von der Theologin Beatrice Petrik, die aus dem Bistum Würzburg kommt und im Erzbistum Bamberg als Referentin arbeitet. Sie war auch an der Gestaltung der Figuren beteiligt. Von der Unterzeichnung des Vertrags mit Playmobil bis zur Präsentation vergingen demnach zwei Jahre.

Jungs Stellvertreter, Generalvikar Jürgen Vorndran, kündigte an, dass die 500 Kindergärten und Kindertagesstätten im Bistum Würzburg jeweils ein Set der Figuren erhalten sollten. Möglich mache dies eine Spende an die Caritas. Auch alle Pfarrbüros sollten ein Playmobil-Set bekommen.

Die Figuren seien ein Andenken an die drei Diözesanheiligen des Bistums, so Vorndran. Er hoffe, dass sie sich schnell im ganzen Bistum und darüber hinaus verbreiteten.

Die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan

Die Heiligen Kilian, Kolonat und Totnan sind die Patrone des Bistums Würzburg und werden auch als Frankenapostel bezeichnet. Die irischen Wandermissionare brachten im 7. Jahrhundert den christlichen Glauben nach Franken. Laut Überlieferungen aus dem 9. und 10. Jahrhundert überzeugten sie zunächst den dortigen Herzog, sich taufen zu lassen.

Dessen Ehefrau, die zugleich seine verwitwete Schwägerin war, ließ die drei Männer jedoch später hinrichten. Denn Kilian hatte die Ehe zwischen Schwager und Schwägerin kritisiert.

Die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan / © KNA-Bild (KNA)
Die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan / © KNA-Bild ( KNA )
Quelle:
KNA