Die Heiligen Kilian, Kolonat und Totnan sind die Patrone des Bistums Würzburg und werden auch als Frankenapostel bezeichnet. Die irischen Wandermissionare brachten im 7. Jahrhundert den christlichen Glauben nach Franken. Laut Überlieferungen aus dem 9. und 10. Jahrhundert überzeugten sie zunächst den dortigen Herzog, sich taufen zu lassen.
Dessen Ehefrau, die zugleich seine verwitwete Schwägerin war, ließ die drei Männer jedoch später hinrichten. Denn Kilian hatte die Ehe zwischen Schwager und Schwägerin kritisiert.
Papst Zacharias erlaubte die Verehrung der drei Männer als Märtyrer im 8. Jahrhundert. Die Reliquien der drei Heiligen werden bis heute in Würzburg verehrt. Ihre Schädel sind in den Hauptaltar des Würzburger Kiliansdoms eingelassen, die Gebeine finden sich in der Krypta der benachbarten Neumünsterkirche.
Während der Kiliani-Oktav, die in Würzburg jedes Jahr um den Gedenktag des heiligen Kilian am 8.
Juli gefeiert wird, wird der Schrein mit den Schädeln öffentlich gezeigt. Zudem findet das Kiliani-Volksfest in dieser Zeit statt.
Playmobil-Sonderedition
2024 reisten die Schädel im Rahmen einer Wallfahrt mit einer Pilgergruppe des Bistums Würzburg in ihre irische Heimat. Station der Reise war unter anderem der überlieferte Geburtsort der Heiligen, das irische Mullagh. Seit März 2026 gibt es die Frankenapostel in einer Playmobil-Sonderedition als kleine Figuren in einem Boot. (Quelle: KNA)