Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat eine Spitzenvertreterin der evangelischen Kirche die vielen Stimmen für "extreme Kräfte" als "besorgniserregend" bezeichnet.
"Ich kann die Sorgen der Menschen verstehen – im Alltag und mit Blick auf eine Welt in Unordnung. Das schafft Unsicherheit. Dagegen hilft nur, zusammenzustehen und sich gegenseitig zu stärken", sagte die Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Christiane Tietz, am Sonntagabend.
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ist eine von 20 Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland. Ihr Gebiet deckt einen Teil des Bundeslandes Rheinland-Pfalz inklusive Mainz ab.
"Keine einfachen Antworten"
"Engagieren Sie sich in den Kirchen, in den Vereinen, in den demokratischen Parteien, und lassen Sie uns reden und nach gemeinsamen Lösungen suchen", bat Tietz die Menschen in Rheinland-Pfalz. "Klar ist aber auch: Auf die komplexen Probleme unserer Zeit gibt es keine einfachen Antworten, und wer sie verspricht, liefert nur Parolen – aber keine Lösungen."
Die erste Hochrechnung von Infratest dimap sah laut Südwestrundfunk am Sonntagabend die CDU auf 30,6 Prozent, die SPD auf 26,9 Prozent, die AfD auf 20 Prozent, die Grünen auf 7,7 Prozent, Die Linke auf 4,4 Prozent, Freie Wähler auf 3,9 Prozent und die FDP auf 2,1 Prozent. Die AfD steigerte demnach ihr Ergebnis um mehr als acht Prozentpunkte, die Linke verdoppelte ihr Ergebnis.