Finanzielle Kürzungen im Bereich internationaler Freiwilligendienste schwächen zivilgesellschaftliche Strukturen in Deutschland und weltweit, bemängelt der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Der Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden kritisierte am Dienstag in Düsseldorf geplante Einsparungen der Bundesregierung. So hatte das Auswärtige Amt finanzielle Kürzungen im Programm "weltwärts" und die Einstellung des internationalen Freiwilligendienstprogramms "kulturweit" ab 2027 angekündigt.
Langfristige Wirkung auf die Freiwilligen
Gerade in konfliktreichen Zeiten seien internationale Freiwilligendienste wichtig, die Demokratieverständnis und Völkerverständigung fördern, sagte BDKJ-Bundesvorsitzender Volker Andres. "Die Regierung spricht sich im Koalitionsvertrag dafür aus, Freiwilligendienste zu stärken. Dies muss auch für internationale Dienste gelten." Er forderte, unterschiedliche Dienstformen nicht gegeneinander auszuspielen, sondern sie zu stärken: "Dafür benötigen wir stabile Rahmenbedingungen, national und international."
Internationale Freiwilligendienste hätten laut Studienergebnissen eine langfristige Wirkung auf die Freiwilligen, ihr Umfeld und auf die involvierten Organisationen. "Sie fördern gesellschaftliche Resilienz, langfristiges ehrenamtliches Engagement und zivilgesellschaftliche Strukturen. All das trägt zur Stabilität unserer Demokratie bei", betont Volker Andres.