Palästinenserpräsident Mahmut Abbas (90) hat am Montag Papst Leo XIV. angerufen und mit ihm über die Lage im Nahen Osten gesprochen. Das teilte das vatikanische Presseamt mit. Wörtlich heißt es in dem Kommuniqué: "Heute Morgen hat der Heilige Vater Leo XIV. einen Anruf von Herrn Mahmut Abbas, Präsident des Staates Palästina entgegengenommen; es ging um die besorgniserregenden Entwicklungen im Nahen Osten und um die Lebensbedingungen des palästinensischen Volkes."
In dem Gespräch habe Leo XIV. zudem den Einsatz des Heiligen Stuhls für den Frieden betont. Dieser müsse durch politischen und diplomatischen Dialog und im vollen Respekt des Internationalen Rechts erreicht werden.
Abbas war bereits bei Papst Leo XIV.
Zuletzt hatte Leo XIV. Abbas am 6. November im Vatikan empfangen. Anlass war damals das zehnjährige Bestehen des "Grundlagenvertrags zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Palästina". Den ersten telefonischen Kontakt mit Leo XIV. hatte der palästinensische Politiker im Juli 2025. Damals ging es um den Gaza-Krieg und die Lage im Westjordanland. In dem Gespräch hatte der Papst seinen Appell zur Achtung des humanitären Völkerrechts erneuert und den Schutz der Zivilbevölkerung gefordert.