Kurz vor seiner Weihe hat der neue Mainzer Weihbischof Joshy Pottackal sein persönliches Bischofswappen auf Instagram vorgestellt. Darin verbindet der Karmeliten-Pater seine indische Herkunft, seine Ordenszugehörigkeit und seine Verbundenheit mit Mainz.
Eine Besonderheit ist das Mainzer Rad im Wappen. "Normalerweise darf ich als Weihbischof das Mainzer Rad nicht benutzen, weil es dem Bischof vorbehalten ist", sagte Pottackal in dem Video. Bischof Peter Kohlgraf habe ihm aber erlaubt, das traditionsreiche Symbol zu führen - als Zeichen seiner Verbundenheit mit der Bischofsstadt.
Erinnerung an indische Heimat
Auch seine Herkunft aus dem südindischen Bundesstaat Kerala findet sich im Wappen wieder. Die grüne Farbe stehe für seine Heimat: "Das Grün steht für Kerala, wo ich herstamme. Dort ist sehr viel grün", so der Ordensmann.
Ein besonders persönliches Detail sind zwei Buchstaben in Malayalam-Schrift, der Muttersprache des neuen Weihbischofs. Sie stehen für Alpha und Omega - Anfang und Ende - und bringen seine kulturellen Wurzeln im Wappen zum Ausdruck. Ebenso sind zwei Engelsflügel zu sehen, die an den Evangelisten Matthäus erinnern, den Taufpatron des Weihbischofs. Zudem enthält das Wappen das Symbol der Karmeliter mit den drei Sternen des Ordens.
Besondere Bischofsinsignien
Mit Pottackal übernimmt erstmals ein Priester mit außereuropäischen Wurzeln ein Bischofsamt in Deutschland. Für seinen künftigen Bischofsring, den Krummstab und das Brustkreuz hat sich Pottackal für Holz entschieden.
"Holz steht für Wachstum und Leben. Es war für mich auch wichtig, dass es etwas Schlichtes ist", erklärte der 48-jährige Ordensmann. Üblicherweise sind Bischofsringe aus Gold oder Silber gefertigt.
Geboren wurde Pottackal 1977 im südindischen Kerala in eine Familie von Thomaschristen. Seit 2004 lebt der Karmelit in Deutschland und besitzt mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft. Im Bistum Mainz war er unter anderem als Jugendseelsorger und zuletzt in der Personalabteilung tätig.