Bistum Eichstätt räumt Missverständnis zu Jugendstellenstandorten aus

Vier bleiben dauerhaft bestehen

Vier Standorte und sechs Vollzeitstellen bleiben. Das Bistum Eichstätt betont, dass vier Jugendstellen in der Diözese langfristig bestehen bleiben sollen, nicht nur zwei. Kritik zuvor sei durch ein Missverständnis entstanden.

Jugendliche / © oneinchpunch (shutterstock)

Im Bistum Eichstätt wird es künftig an vier Standorten Jugendstellen ohne zeitliche Befristung geben. Das teilte das Bistum am Donnerstag mit. Nach einer früheren Ankündigung sei es zu einem Missverständnis gekommen, so die Diözese. Es sei der Eindruck entstanden, die Jugendarbeit lediglich mit zwei dauerhaften und zwei zeitlich begrenzten Standorten weiterführen zu wollen.

Jugendstellen sind Einrichtungen, die mit Aufgaben der Jugendarbeit betraut sind. Für die vier Standorte in Gaimersheim, Nürnberg-Süd, Neumarkt und Herrieden seien sechs Vollzeitstellen vorgesehen, auf denen Jugendreferenten arbeiten. 

Domkapitular Michael Alberter, Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators von Eichstätt, bei einem Festgottesdienst zur Verabschiedung von Gregor Maria Hanke als Bischof von Eichstätt, am 6. Juli 2025 im Eichstätter Dom in Eichstätt. / © Christopher Beschnitt (KNA)
Domkapitular Michael Alberter, Ständiger Vertreter des Diözesanadministrators von Eichstätt, bei einem Festgottesdienst zur Verabschiedung von Gregor Maria Hanke als Bischof von Eichstätt, am 6. Juli 2025 im Eichstätter Dom in Eichstätt. / © Christopher Beschnitt ( KNA )

Für die Haupt- und Ehrenamtlichen gebe es nun Planungssicherheit, sagte Michael Alberterm, Stellvertreter von Diözesanadministrator Alfred Rottler, der das Bistum derzeit übergangsweise leitet: "Nach einem Jahr intensiver Diskussionen ist es gut, dass jetzt Klarheit besteht." 

Die vier katholischen Jugendstellen bildeten eine verlässliche Grundlage für die Jugendarbeit im Bistum. Zudem sollten inhaltliche Themen der Jugendarbeit nun wieder stärker in den Fokus rücken. 

Bistum: Kritik kam durch Missverständnis 

Das Bistum hatte im Februar 2025 angekündigt, die Dekanatsbüros und kirchlichen Jugendstellen bis Ende 2026 schließen zu wollen. Während die pastorale Arbeit weiter dezentral in den Pastoralräumen stattfinden solle, würden die Verwaltungstätigkeiten künftig im Bischöflichen Ordinariat gebündelt, hieß es. 

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Eichstätt hatte dagegen eine Unterschriftenaktion initiiert und einen offenen Brief an die Verantwortlichen geschrieben. Auch der Katholikenrat, das höchste Laiengremium im Bistum, hatte das Vorgehen kritisiert. In der vergangenen Woche hatte das Bistum mitgeteilt, die Jugendstellen in Nürnberg-Süd und Gaimersheim sollten dauerhaft erhalten bleiben. 

Die Standorte Herrieden und Neumarkt würden als Außenstellen der Jugendstelle Nürnberg-Süd weitergeführt, bis die pastoralen Strukturplanungen im Bistum umgesetzt seien. Der BDKJ, der in den Prozess über die Zukunft der Jugendarbeit eingebunden war, hatte sich enttäuscht gezeigt. Laut Bistum beruht auch diese Kritik auf dem Missverständnis in der Kommunikation. 

Bistum Eichstätt

Das katholische Bistum Eichstätt erstreckt sich auf einer Fläche von 6.025 Quadratkilometern. In den 271 Pfarrgemeinden leben aktuell rund 342.000 Katholikinnen und Katholiken, das sind gut ein Drittel der Gesamtbevölkerung im Bistumsgebiet. 

Die historischen Wurzeln des Bistums reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück. 740 wurde Willibald († 787), ein angelsächsischer Mönch, von Bonifatius in Eichstätt zum Priester und 741 in Sülzenbrücken bei Erfurt zum Bischof geweiht. Bischofsweihe und endgültige Niederlassung in Eichstätt markieren die Anfänge des Bistums.

Eichstätter Dom / © Armin Weigel (dpa)
Eichstätter Dom / © Armin Weigel ( dpa )
Quelle:
KNA