Das erklärte der emeritierte Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann (83) in einer Videobotschaft, die im Zuge der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs zu Wochenbeginn in einer Kirchengemeinde im unterfränkischen Höchberg gezeigt wurde.
Das entsprechende Skript liegt der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vor. Aufgrund seiner Erkrankung habe er sich nicht in der Lage gesehen, persönlich zu kommen, sagte Hofmann.
Bitte um Entschuldigung
Zugleich kündigte er an, eine Stiftung für Betroffene sexualisierter Gewalt im Bistum Würzburg etablieren zu wollen. Er wolle sich persönlich darum kümmern, versprach Hofmann, der außerdem Fehler bei der Aufarbeitung von Missbrauch in der betroffenen Gemeinde einräumte und um Entschuldigung bat.
Das Bistum Würzburg erklärte auf Anfrage der KNA, weitere Informationen zur geplanten Stiftung gebe es bisher nicht. Bischof Hofmann wolle sich nun darum kümmern.
Hofmann leitete das Bistum Würzburg ab 2004 rund 13 Jahre lang. Zuvor war der gebürtige Rheinländer Weihbischof im Erzbistum Köln. Im September 2017 nahm Papst Franziskus seinen altersbedingten Rücktritt als Bischof von Würzburg an. Eine Stiftung für Missbrauchsopfer gibt es bisher schon im Erzbistum München und Freising.