25.03.2026 | 18:30 - 20:30 | Gottesdienst

Hochamt zum Hochfest Verkündigung des Herrn

"Heiliger Geist wird über dich kommen"

Blick auf den Kölner Dom im Sommer / © shutterstock/trabantos (shutterstock)
Blick auf den Kölner Dom im Sommer / © shutterstock/trabantos ( shutterstock )

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DOMRADIO.DE überträgt am Hochfest Verkündigung des Herrn um 18:30 Uhr das Hochamt aus dem Kölner Dom mit Domdechant Robert Kleine. Hoonbyeong Chae gestaltet den Gottesdienst musikalisch an der Orgel.

Das Hochfest Verkündigung des Herrn wurde bereits im 6. Jahrhundert in Konstantinopel gefeiert und ist seit dem 7. Jahrhundert auch in Rom belegt. Während es in den Kirchen der Orthodoxie zu den zwölf Hauptfesten zählt, erhielt es in der Westkirche erst mit der Erneuerung der Liturgie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil den Rang eines Hochfestes. Auch wurde mit der Namensänderung von "Mariä Verkündigung" zu "Verkündigung des Herrn" der inhaltliche Schwerpunkt verlegt.

Evangelium zum Hochfest Verkündigung des Herrn: Lukas 1,26-38

In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.

Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.

Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger wer den und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.

Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?

Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.

Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar gilt, ist sie schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich.

Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.

Danach verließ sie der Engel.

(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

Impuls von Pater Zacharias Heyes OSB, Münsterschwarzach

Vor einiger Zeit sah ich in einer Zeitschrift die Fotografie eines Bildes, das die Geburt Jesu darstellt. Mir war diese Darstellung neu. Bekannt sind Bilder, auf denen die Verkündigung an Maria zu sehen ist oder weihnachtliche Darstellungen mit Jesus in der Krippe, Maria und Josef daneben. Aber den Augenblick der menschlichen Geburt Jesu hatte ich noch nicht gesehen. Mich faszinierte diese Darstellung. Macht sie doch einmal mehr deutlich, dass in diesem Jesus von Nazaret ein Mensch geboren wurde.

Die katholische Dogmatik bekennt Jesus von Nazaret zwar als Mensch und Gott, aber ich habe den Eindruck, dass die Betonung oft auf der Göttlichkeit Jesu liegt. Als Mensch hat Jesus all das durchlitten, erlebt, was ein Menschenleben ausmacht. Er kannte Angst und Zweifel genauso wie Freude und Fröhlichkeit. Oft wird heute von Jesus, unserem Bruder gesprochen. Er war unser Menschenbruder und sein Lebensweg verdeutlicht, dass er mit uns Menschen absolut solidarisch ist. Er weiß, was es heißt, ein Mensch zu sein, ein Menschenleben mit allen Höhen und Tiefen zu erleben und zu durchleben.

Auf diesem Weg ist er absolut solidarisch mit uns, begleitet uns und geht mit uns durch alle Höhen und Tiefen. Das macht den Menschenweg nicht einfacher – es gilt durchzugehen – aber es gibt Kraft und Mut.

Quelle: Te Deum - Das Stundenbuch im Alltag